Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Wiesbaden-Ostfeld
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Key information
Overview
Leistungen einer bodenkundlichen Baubegleitung für die Durchführung einer Kampfmittelräumung und archäologischen Grabung
Wiesbaden, 65187, Wiesbaden, Germany
Die SEG Wiesbaden hat ihre Schwestergesellschaft, die städtische WiBau Gesellschaft mbH (WiBau) mit der Durchführung des hier ausgeschriebenen Vergabeverfahrens beauftragt. Sämtliche Kommunikation im Vergabeverfahren ist daher mit der WiBau zu führen. Das gesamte Verfahren inkl. Kommunikation wird elektronisch in Textform, möglichst über das Bietercockpit der Vergabeplattform e-HAD (elektronische Hessische Ausschreibungsdatenbank) oder per E-Mail an [email protected] unter Angabe der Dokumentenbezeichnung und Gliederungsnummer der Vergabeunterlagen abgewickelt. Angebote sind ausschließlich elektronisch über das Bietercockpit der Vergabeplattform e-HAD einzureichen. Dies erfordert eine kostenfreie Registrierung. Wenn Sie sich registriert haben werden Sie aktiv informiert, sobald eine neue Version der Unterlagen von der Vergabestelle veröffentlicht wird oder sobald die Vergabestelle neue Nachrichten zum Verfahren verschickt. Angebote, die schriftlich in Papierform oder auf anderem elektronischen Wege sowie welche, die nach der Angebotsfrist eingehen, werden von der Wertung ausgeschlossen. Verwendung der Vergabeunterlagen: Die Vergabeunterlagen und alle Informationen, die die Bewerber im Rahmen des Vergabeverfahrens erhalten, sind nur für dieses Vergabeverfahren zu verwenden. Die Nutzung der Vergabeunterlagen für andere Zwecke ist nicht gestattet.
1. Leistungsgegenstand Gegenstand der vorliegenden Angebotsanfrage sind Leistungen der bodenkundlichen Baubegleitung während der Kampfmittelräumung und der archäologischen Grabung, um Bodenbeeinträchtigungen zu vermeiden bzw. zu vermindern und die Umsetzung der im Bodenschutzkonzept nach DIN 19639 empfohlenen Maßnahmen zu gewährleisten. 2. Projektbeschreibung Im Süden der Landeshauptstadt Wiesbaden befindet sich der Entwicklungsbereich der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld. Das rund 450 Hektar große Areal soll sowohl für den Wohnungsbau als auch für Dienstleistungs- und Gewerbenutzungen städtebaulich entwickelt werden. Damit möglichst früh nach vorliegendem Planungsrecht mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, soll parallel zum Bauleitplanverfahren eine Kampfmittelräumung und eine archäologische Grabung stattfinden. Beide Maßnahmen sollen durch bodenkundliches Fachpersonal begleitet werden. Maßnahmenbeschreibung und zeitlicher Ablauf Das Areal, in dem die Maßnahmen stattfinden sollen, ist insgesamt ca. 45ha groß. Die archäologische Grabung wird auf einer 36 ha großen Teilfläche innerhalb der Zonen 1 bis 7 durchgeführt. Die Kampfmittelräumung erfolgt in mehrere Etappen. Zwischen September 2026 und März 2029 erfolgt die Räumung von Störpunkten im Bereich der Zonen 7 und 8 sowie die Räumung von vier Blindgängerverdachtspunkten im Bereich Zone 1 und 5. Darüber hinaus sind Reste eines Fundaments in Zone 1 zu entfernen. Für die vorgenannten Maßnahmen gilt gemäß § 7 BBodSchG eine Vorsorgepflicht. Für den vorsorgenden Bodenschutz der ackerbaulich genutzten Flächen wurde ein Bodenschutzkonzept nach DIN 19639 ("Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Bauvorhaben") erstellt. Dieses bildet die fachliche Grundlage für die Durchführung der Maßnahmen sowie für die bodenkundliche Baubegleitung (BBB). Ziel der Maßnahmen ist die Wiederherstellung einer landwirtschaftlich nutzbaren, durchwurzelbaren Bodenschicht mit vergleichbarer Funktionsfähigkeit hinsichtlich Bodenstruktur, Wasserhaushalt und Ertragspotenzial wie im Ausgangszustand. Hierzu ist ein schichtgetrennter Ausbau, eine getrennte Zwischenlagerung sowie ein fachgerechter Wiedereinbau von Ober- und Unterboden sicherzustellen. Das Vorhabengebiet liegt innerhalb der Schutzzone B4 des Heilquellenschutzgebiets der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Vorgaben der Schutzgebietsverordnung sind von allen ausführenden Unternehmen verbindlich einzuhalten und in die Arbeitsabläufe zu integrieren. Kampfmittelräumung Die Kampfmittelräumung umfasst insbesondere: • Räumung von 66 kampfmittelrelevanten Störpunkten in Zone 7, • Räumung von 4 Blindgängerverdachtspunkten innerhalb der Zonen 1 und 5, • Geomagnetische Untersuchung mit unmittelbar anschließender Kampfmittelräumung in Zone 8 • punktuelle Handschachtungen und Baggeraufgrabungen, • temporäre Baustelleneinrichtungs- und Lagerflächen, • Wiederverfüllung und Rekultivierung der Eingriffsbereiche. Archäologische Grabung Innerhalb des Projektgebiets wurden Besiedlungsspuren aus nahezu allen vor- und frühgeschichtlichen Epochen identifiziert. Aus diesem Grund wird innerhalb des Baugebiets in den Zonen 1 bis 7 eine archäologische Grabung durchgeführt. Die archäologische Grabung erfolgt abschnittsweise im gesamten Baufeld. Die Abfolge der aufzugrabenden Flächen steht derzeit noch nicht fest und richtet sich nach den Betretungsrechten der Grundstücke, dem geplanten Ablauf nachfolgender Bauarbeiten, etc.. Nach gegenwärtigem Planungsstand ist davon auszugehen, dass im Süden des Baufeldes eine flächendeckende Grabung erforderlich ist und dass im Zentrum und im Norden regelmäßige Schnitte angelegt werden. Im Norden des Baufeldes wurde bei der Kampfmittelräumung im Herbst/ Winter 2025/ 2026 eine Urne aus der Bronze- bzw. Eisenzeit gefunden. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass sich in diesem Bereich weitere Gräber/Urnen befinden. Der Oberbodenabtrag erfolgt abschnittsweise und bodenschonend, vorzugsweise in Form eines rückschreitenden Abtrags in Streifen. Der freigelegte Unterboden ist vor Befahrung zu schützen. Die Grabungsarbeiten werden von bis zu 20 Personen gleichzeitig durchgeführt. Sie sollen Anfang September 2026 beginnen und ca. 30 Monate andauern (geplantes Enddatum: 31.03.2029). Für die Grabungsarbeiten wurde eine Genehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt, die derzeit noch nicht erteilt wurde. Es besteht das Risiko, dass die Genehmigung verspätet erteilt wird. In diesem Fall wird sich die Leistungserbringung verzögern und voraussichtlich erst im März 2027 beginnen. Detailliertere Beschreibungen der Leistung entnehmen Sie bitte der den Vergabeunterlagen beiliegenden Leistungsbeschreibung. Dort sind die o.g. Themen vollständig beschrieben sowie weitere Themen wie -Projektgebiet, - Weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Kampfmittelräumung und der archäologischen Grabung, - Leistungen zur bodenkundlichen Baubegleitung für die Kampfmittelräumung und die archäologische Grabung, -Leistungsverzeichnis - Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) nach DIN 19639 - Vorbereitung - Bodenkundliche Begleitung der Umsetzung des Bodenschutzkonzepts nach DIN 19639 - Berichtwesen - weiterführende Informationen beschrieben.
Wiesbaden, 65187, Wiesbaden, Germany
#Besonders auch geeignet für:freelance#, #Besonders auch geeignet für:selbst#, #Besonders auch geeignet für:other-sme#Das Areal, in dem die Maßnahmen stattfinden sollen, ist insgesamt ca. 45ha groß. Die archäologische Grabung wird auf einer 36 ha großen Teilfläche innerhalb der Zonen 1 bis 7 durchgeführt. Die Kampfmittelräumung erfolgt in mehrere Etappen. Zwischen September 2026 und März 2027 erfolgt die Räumung von Störpunkten im Bereich der Zonen 7 und 8 sowie die Räumung von vier Blindgängerverdachtspunkten im Bereich Zone 1 und 5. Darüber hinaus sind Reste eines Fundaments in Zone 1 zu entfernen. Während der Durchführung der Maßnahmen ist zu gewährleisten, dass jederzeit mindestens eine deutschsprachige Fachkraft auf der Baustelle anwesend ist. Zuschlagskriterien: Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot i.S.v. § 127 Abs. 1 GWB gemäß § 58 VgV unter Berücksichtigung folgender Wertungskriterien in folgender Gewichtung ermittelt: 1. Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit 60 %, 2. Preis 40 % Bewertung der Einzelkriterien: Die Bewertung der Einzelkriterien erfolgt nach folgender Maßgabe: Zuschlagskriterium Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit Das Zuschlagskriterium "Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit" wird nach folgenden Unterkriterien bewertet 1. Konkretes Projektteam und Rollenverteilung: 45 Punkte, 2. Projektorganisation, Qualitätssicherung und Terminsicherheit: 35 Punkte, 3. Umgang mit parallelen Eingriffen, Arbeitsspitzen und Ausfällen: 20 Punkte Die Ausführungen zu Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit sind auf Basis der bereits mit der Bekanntmachung und dem vorliegenden Schreiben zur Verfügung gestellten Informationen und Unterlagen zu erstellen. Im Rahmen der vom Bieter zu erstellenden und mit dem Angebot einzureichenden Ausführungen zu Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit soll der Bieter, unter Einbeziehung der nachfolgenden Erläuterung, ausführlich (insgesamt auf max. 2 DIN-A-4 Seiten) und anschaulich schriftlich die folgenden Aspekte darstellen: Hinweis: Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine fachlich und organisatorisch anspruchsvolle Maßnahme mit parallelen Eingriffen (Kampfmittelräumung, archäologische Grabung) sowie einer Vielzahl beteiligter Akteure (mehrere Räumfirmen, Grabungsteam, ökologische Baubegleitung, Behörden, Auftraggeber). Zudem bestehen erhöhte Anforderungen an die Koordination, Steuerung und Überwachung der bodenschutzfachlichen Belange gemäß DIN 19639 sowie an die Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs unter wechselnden Witterungs- und Bodenbedingungen. Unterkriterium 1: Konkretes Projektteam und Rollenverteilung: Wie ist das im Auftragsfall tatsächlich eingesetzte Projektteam aufgestellt? Darzustellen sind insbesondere Personalstärke, Projektleitung, Stellvertretung, fachliche Verantwortlichkeiten, Rollenverteilung sowie die Qualifikation und Erfahrung im Bereich bodenkundliche Baubegleitung (insbesondere DIN 19639) und vergleichbarer Bauvorhaben. Unterkriterium 2: Projektorganisation, Qualitätssicherung und Terminsicherheit: Mit welchen organisatorischen Maßnahmen stellen Sie eine fachgerechte, terminsichere und DIN-konforme Durchführung der bodenkundlichen Baubegleitung sicher? Darzustellen sind insbesondere: Fristen- und Einsatzplanung, interne Qualitätssicherung, Dokumentation, Abstimmungsprozesse sowie Schnittstellenmanagement mit Auftraggeber, Bauausführenden, Grabungsteam, ökologischer Baubegleitung und Behörden. Ebenso darzustellen ist der Umgang mit kritischen Situationen (z.B. ungeeignete Witterung, Bodenfeuchte, Konflikte zwischen Gewerken). Unterkriterium 3: Umgang mit parallelen Eingriffen, Arbeitsspitzen und Ausfällen: Mit welchen organisatorischen und personellen Maßnahmen stellen Sie eine kontinuierliche und belastbare Begleitung bei parallelen Baumaßnahmen, mehreren ausführenden Firmen sowie bei Arbeitsspitzen, Personalwechseln oder Personalausfällen sicher? Hierbei werden vom Bieter keine auf die hier ausgeschriebene Leistung bezogenen Entwürfe, Pläne und Zeichnungen oder Berechnungen erwartet oder gefordert. Die von uns zusammengestellten Unterlagen samt Anlagen sollen Ihnen als Grundlage dienen, die spätere Aufgabe in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen und als Hintergrund zu nutzen. Eigene, tiefergehende Planungen sowie die Erarbeitung weiterer Planungen / Unterlagen etc. ist dann die Aufgabe des nach Abschluss des Vergabeverfahrens beauftragten Bieters. Die Ausführungen zu Bürostruktur, Projektorganisation und Terminsicherheit sind bereits mit dem Angebot einzureichen. 0 Punkte: Die Ausführungen fehlen, sind nicht wertbar oder lassen keinen Bezug zur ausgeschriebenen Leistung erkennen. Eine termin- und qualitätsgerechte Leistungserbringung ist auf Grundlage der Darstellung nicht nachvollziehbar. 1 Punkt: Die Ausführungen sind sehr allgemein und gehen nur unzureichend auf die Anforderungen der bodenkundlichen Baubegleitung ein. Wichtige Aspekte (z. B. Baustellenkoordination, DIN 19639, Mehrgewerke-Abstimmung) fehlen oder bleiben unklar. 2 Punkte: Die Ausführungen sind grundsätzlich nachvollziehbar, bleiben jedoch teilweise allgemein oder wenig konkret. Die Anforderungen der ausgeschriebenen Leistung werden teilweise berücksichtigt. Die dargestellten Maßnahmen lassen eine ordnungsgemäße Leistungserbringung erwarten, sind hinsichtlich Konkretisierung, Belastbarkeit, Qualitätssicherung oder Terminsicherheit aber lückenhaft. 3 Punkte: Die Ausführungen sind nachvollziehbar, auftragsbezogen und im Wesentlichen vollständig. Die dargestellten personellen und organisatorischen Maßnahmen lassen eine fachlich qualitätsgerechte, belastbare und termingerechte Leistungserbringung erwarten. 4 Punkte: Die Ausführungen sind konkret, strukturiert und gut auf die Besonderheiten des Projekts (parallele Maßnahmen, mehrere Firmen, sensible Bodenverhältnisse) abgestimmt. Verantwortlichkeiten, Abläufe, Qualitätssicherung und Terminsteuerung sind plausibel und belastbar dargestellt. 5 Punkte: Die Ausführungen sind besonders überzeugend, detailliert und sehr praxisnah. Die dargestellte Organisation ist optimal auf die Anforderungen der bodenkundlichen Baubegleitung zugeschnitten und berücksichtigt insbesondere: • parallele Eingriffe und Mehrgewerkekoordination • kritische Witterungs- und Bodenverhältnisse • klare Entscheidungs- und Eskalationsstrukturen • belastbare Vertretungsregelungen • wirksame Qualitätssicherungs- und Dokumentationsprozesse Die Darstellung lässt eine besonders hohe Sicherheit für eine kontinuierliche, koordinierte und terminsichere Durchführung der Leistung erwarten. Nach konkreter Sachlage werden auch Zwischenwerte (z.B. 1,5 Punkte) vergeben. Hierbei geht der AG zunächst davon aus, dass die Bieter, sehr gute Ansätze und Ideen (4 Punkte) bei der Ausarbeitung des Angebotes einreichen. Wird diese Erwartungshaltung übertroffen, vergibt der AG mehr Punkte und begründet dies. Bleiben die Ansätze und Ideen hinter diesen Erwartungen des AG vergibt er weniger Punkte und begründet dies ebenfalls. Maximal können je Unterkriterium maximal fünf Punkte erzielt werden. Diese werden mit dem entsprechenden Faktor multipliziert (Projektteam: Faktor 9 - max. 45 Punkte; Organisation: Faktor 7 - max. 35 Punkte; Umgang mit Risiken: Faktor 4 - max. 20 Punkte). Die Produkte der einzelnen Unterkriterien werden addiert (max. 100 Punkte). Aus dem Produkt Punktzahl Einzelkriterium × Gewichtung des Wertungskriteriums folgt die für das Kriterium erzielte Punktzahl. Zuschlagskriterium Preis Das Angebot wird anhand der Gesamtangebotssumme für die abgefragten Leistungen inkl. Nebenkosten, nach Nachlass bewertet. Der Bieter mit dem insgesamt geringsten angebotenen Honorar für die ausgeschriebenen Leistungen einschließlich aller genannten Leistungen, erhält 100 Punkte. Die ermittelten Angebotssummen der übrigen Angebote werden linear im Verhältnis zu den Kosten des günstigsten Bieters bewertet. Die Berechnung erfolgt dabei nach der Vorgabe: Ermittelte Punktzahl =Preis des günstigsten Bieters: Preis des jeweiligen Bieters x 100 Aus dem Produkt Punktzahl × Gewichtung des Zuschlagskriteriums folgt die nach Maßgabe der Tabelle für das Kriterium erzielte Punktzahl.
25 Jun 2026, 00:00
Requested publication date
Publication
25 Jun 2026, 12:56
Issued at
Publication
31 Jul 2026, 08:00
LOT-0000 - Misc event
Milestone
31 Jul 2026, 08:00
LOT-0000 Tender submission deadline period
Deadline
01 Sept 2026, 00:00
LOT-0000 - Procurement project planned period start
Milestone
31 Mar 2029, 00:00
LOT-0000 - Procurement project planned period end
Deadline
None recorded.