Stadt Bochum: Totalunternehmer / Totalübernehmer Sonnenschule, Lange Malterse 18
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Key information
Overview
Die Stadt Bochum (nachfolgend "Auftraggeber") steht als Schulträger vor der Herausforderung, dem stetig wachsenden Raumbedarf aufgrund der steigenden Schulanmeldungen im Bochumer Stadtgebiet zu entsprechen. In diesem Zusammenhang herrscht - neben dem Erfordernis an Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen bereits bestehender Schulgebäude - ein erheblicher Bedarf an der Schaffung neuer Sport- und Lernräume. Dabei ist der Auftraggeber nach dem Schulgesetz verpflichtet, Schulentwicklungsplanung zu betreiben. Zur Erfüllung dieser ihr gesetzlich obliegenden Pflicht plant der Auftraggeber dem wachsenden Raumbedarf im Rahmen eines umfassenden Schulbau- und Schulmodernisierungsprogramm zu begegnen. Dieses beinhaltet erforderliche Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen für 27 schulische Einrichtungen. Das Programm umfasst dabei alle Schularten und bezieht sich auf Grund-, Förder- und weiterführende Schulen. Eingebettet in dieses Schulbauprogramm soll nun die Erweiterung und der Umbau der Sonnenschule, Lange Malterse 18, 44795 Bochum erfolgen. Die bauliche Erweiterung sowie der Umbau der Sonnenschule soll durch einen Totalunternehmer / Totalübernehmer erfolgen. Die Sonnenschule ist eine vierzügig geplante Grundschule im Bochumer Stadtteil Weitmar. Das Schulgelände umfasst ein bestehendes Schulgebäude (ca. 900 m² bebaute Fläche), eine Sporthalle (ca. 500 m²) sowie ausgedehnte Schulhof- und Grünflächen. Das Bestandsgebäude ist nicht barrierefrei erschlossen. Die vorhandene Schüleranzahl von 206 SuS (SJ 2023/24) wird bis zum Schuljahr 2030/31 auf prognostizierte 276 SuS anwachsen. Die bestehenden Unterrichts- und OGS-Flächen sind für diesen Bedarf nicht ausreichend. Der Erweiterungsbedarf ergibt sich sowohl im Unterrichtsbereich (+4 Unterrichtsräume) als auch im OGS-Bereich (+142 m²). Die geplante Maßnahme soll in drei Schritten realisiert werden: Schritt 1: Temporäre Containeranlage (Nutzung ab SJ 2025/26) / bereits erfolgt Schritt 2: Neubau Cluster (Nutzung ab SJ 2030/31) Der Neubau ist gemäß der beiliegenden Machbarkeitsstudie angedacht als zwei- bis dreigeschossiger Baukörper in L-förmiger Kubatur entlang der Straße Lange Malterse und am Eingang des Schulhofs. Ziel ist eine kompakte Bebauung, die den Schulhof möglichst wenig zerstückelt und den vorhandenen Baumbestand weitgehend erhält. Schritt 3: Umbau / Umnutzung Bestand (nach Fertigstellung Neubau) Die Umbaumaßnahmen im Bestand beinhalten im Wesentlichen die Umnutzung einzelner Räume im Untergeschoss, Erdgeschoss und im 1.Obergeschoss. Gleichzeitig ist die Herstellung der südlichen, befestigten und unbefestigten Schulhoffläche nach der Fertigstellung des Neubaus vorgesehen. Dies umfasst ca. 2.245 m² Fläche. Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Planung und Errichtung der baulichen Erweiterung inklusive vorbereitender Arbeiten gemäß der Beschreibung der Schnittstellen der Ausführung in der funktionalen Leistungsbeschreibung. Die vollständige funktionale Leistungsbeschreibung wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt. Aus dieser werden die planerischen Schnittstellen zwischen den verschiedenen Disziplinen, Gewerken und Fachbereichen zu entnehmen sein. Mit dieser EU-weiten Bekanntmachung wird der Teilnahmewettbewerb eingeleitet. Weitere Informationen sind den auf der Vergabeplattform zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Lange Malterse 18, Bochum, 44795, Bochum, Germany
#Bekanntmachungs-ID: CXP4D6VM24C# ---- Fortsetzung der wichtigsten Merkmale ---- 7. Erfolgt keine Zuschlagserteilung auf das Erstangebot, behält sich der öffentliche Auftraggeber vor, die Verhandlungen in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen abzuwickeln, um so die Zahl der Angebote, über die verhandelt wird, anhand der vorgegebenen Zuschlagskriterien zu verringern. Diejenigen Bieter, die zunächst nicht in die engere Wahl kommen und nicht zu einem Bietergespräch eingeladen werden, werden nicht sogleich vom Verfahren ausgeschlossen, sondern "on hold" gestellt. Diese Bieter bleiben an ihr Angebot gebunden und behalten die Chance zu einem verbesserten Angebot, falls sich ergibt, dass den zunächst in die engere Wahl gelangten Bietern der Zuschlag - gleich aus welchem Grund - nicht erteilt werden kann. 8. Der Auftraggeber hat sich dazu entschieden, den Auftrag nicht in Lose aufzuteilen, sondern die begehrten Leistungen im Rahmen einer Gesamtvergabe an einen Totalübernehmer / Totalunternehmer zu vergeben. Vorliegend überwiegen technische Gründe nach § 5a Abs. 2 VOB/A EU (§ 97a Abs. 2 GWB) dem Gebot zur Losaufteilung aus § 5a Abs. 1 VOB/A EU (§ 97a Abs. 1 GWB). Die Gründe für die Gesamtvergabe sind in einem umfassenden Vermerk niedergelegt, einige der maßgeblichen technischen Gründe werden an dieser Stelle dargestellt: Der Auftraggeber ist vorliegend angehalten, etwaige Bauverzögerungen, die aus einer Losbildung erwartbar resultieren würden, insbesondere aus Gründen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrsraums zu vermeiden. Dies begründet sich durch das bauliche Umfeld. Denn aufgrund der räumlichen und baulichen Verhältnisse steht nur eine beengte Fläche zur Baustelleneinrichtung zur Verfügung. Dahingehend ist zunächst zu beachten, dass sich der Baubereich unmittelbar angrenzend an die Stadtautobahn A448 befindet. Die Sonnenschule befindet sich demnach bereits im Umfeld eines erhöhten Verkehrsaufkommen. Es handelt sich um einen Bereich, der aufgrund der engen städtischen Bebauung dem Auftragnehmer wenig Raum zur Durchführung der anfallenden Bauarbeiten bietet. Das Schulgelände der Sonnenschule ist im Wesentlichen umgeben von einem Wohngebiet und der Straße Lange Malterse, über welche auch die einzige Zufahrtsmöglichkeit zum Schulgelände besteht. Die Anlieferung von Baustoffen mittels Sattelschleppern kann nur über die nördliche Seite der Langen Malterse erfolgen. Südlich der Sonnenschule befindet sich die Weitmarer Straße, dabei handelt es sich allerdings um eine ausgewiesene Fahrradstraße, die für die Baustellenlogistik damit nicht nutzbar ist. Der nordwestlich vom Baufeld befindliche evangelische Kindergarten ist ebenfalls nur über die Lange Malterse erreichbar. Insbesondere in den Morgen- und Nachmittagsstunden teilen sich die Sonnenschule und der evangelische Kindergarten die Lange Malterse. Zusätzlich entsteht ein "Nadelöhr" durch den erforderlichen An- und Abtransport zur Baustelle auf dem Grundstück der Sonnenschule. Ferner handelt es sich bei den betroffenen Straßenabschnitten um solche, die keinen breitflächigen Straßenverlauf aufweisen. Der gesamte An- und Ablieferungsverkehr müsste somit über eine einzige Zufahrt auf der Langen Malterse erfolgen. Überdies liegt das Baufeld im südöstlichen Bereich des Grundstücks. Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass alle Umbauabschnitte unmittelbar an die bestehende, städtische Bebauung angrenzen, wodurch der Umbaubereich nochmals räumlich eingerahmt wird. Somit besteht im Rahmen der Baumaßnahmen ein erhöhter Koordinierungsaufwand hinsichtlich der Anlieferung und Lagerung von Baumaterialien sowie der Durchführung von etwaigen Bauarbeiten. Die Baustelle ist aufgrund enger Logistikbedingungen und eines eingeschränkten Zugangs zur Baustelleneinrichtung (BE) nur schwer erreichbar. Aufgrund der engen räumlichen Straßenverhältnisse ist während der Bauzeit daher mit einer erheblichen Beeinträchtigung des Verkehrsflusses angrenzender Straßen zu rechnen. Dies wiegt umso schwerer, als es sich beim Schulgelände - insbesondere in den Morgen- und Nachmittagsstunden - um einen stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt handelt. Anderweite Umleitungsmöglichkeiten bestehen nicht. Die mit einer Losvergabe verbundene Bauverzögerung verbietet sich auch vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit für die Schülerinnen und Schüler der Sonnenschule. Eine Behinderung des Verkehrsflusses führt auch ferner zu einer eingeschränkten Zufahrtmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge sowie Fahrzeuge der Feuerwehr. Dementsprechend besteht während der Auftragsdurchführung der Bauleistungen ein erhebliches Risiko dahingehend, dass Rettungskräfte Unfallorte im Umfeld zur Baustelle nur eingeschränkt oder verzögert erreichen können. Dieses Risiko wiegt umso schwerer, als dass es sich bei dem Baugelände um ein Schulgelände und mithin um einen Ort handelt, bei dem - seiner Natur nach - ein erhöhtes Verletzungspotential besteht. Insoweit ist der Auftraggeber gehalten, die mit einer Losbildung einhergehenden Bauzeitverzögerungen und Beeinträchtigungen des Rettungsweges auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Zusätzlich ergibt sich ein Erfordernis zur Reduzierung von Bauverzögerung aus Gründen des Lärmschutzes. Das bauliche Umfeld des Schuldgeländes ist überwiegend durch Wohnhäuser geprägt. Mithin ist die mit der Auftragsdurchführung verbundene Lärmbelästigung in zeitlicher Hinsicht bestmöglich zu beschränken, um insbesondere die angrenzende Nachbarschaft sowie den laufenden Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die Vergabe der ausgeschriebenen Leistungen an einen Totalübernehmer / Totalunternehmer gewährleistet durch eine integrierte Planung und Bauausführung eine effiziente Umsetzung, bei der alle logistischen und verkehrstechnischen Herausforderungen berücksichtigt werden können. Hierdurch minimiert sich die Beeinträchtigung der Verkehrs- und Wohnumgebung und sorgt für einen sicheren Schulbetrieb während der Ausführung der Bauleistungen. 9. Auf die Ausführungsbestimmungen nach dem TVgG NRW wird hingewiesen. Diese werden als besondere Vertragsbedingungen der Vergabeunterlagen beigefügt. 10. Der Auftraggeber ist im Rahmen des Vergabeverfahrens gehalten, personenbezogene Daten zu erheben, zu verarbeiten und zu speichern. Weitere Informationen sind dem Dokument "Information über die Verarbeitung personenbezogener Daten" zu entnehmen. 11. Auskunftsersuchen des Interessenten sind ausschließlich über die Vergabeplattform an den Auftraggeber zu richten. Andere Stellen dürfen keine Auskünfte erteilen. Dennoch anderweitig erlangte Auskünfte sind unbeachtlich.
Der Auftraggeber weist darauf hin, dass bereits ein Multiprojektmanagers zur Koordinierung der 27 Einzelprojekte beauftragt wurde.
Lange Malterse 18, Bochum, 44795, Bochum, Germany