Photon-Counting Computertomograph für das Diagnostik & Forschungsinstitut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Graz
Keep momentum on this opportunity
Save it on this device now. Create an account when you are ready to track deadlines, notes, and teamwork.
- Save and reuse search filters
- Track opportunities as pursuits
- Get notified when new notices match
Keep this notice in a shortlist so you can return to it without starting a bid.
Keep notes, monitor deadlines and collaborate with your team. This does not submit a bid or contact the buyer.
Key information
Overview
Das Diagnostik & Forschungsinstitut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Graz plant die Beschaffung (Lieferung und Installation) eines High-End Photon-Counting Computertomographen mit zwei Stück Befundungsstationen, bis zu drei Workstations, einer geraden Platte als Wechselplatte für den CT-Tisch, diversen Lagerungshilfen, digitalem Bildarchiv und der Möglichkeit der Einbindung in das KAGes bzw. MUG Netzwerk (PACS) sowie Einschulung, Vollgarantie inkl. Wartung für 36 Monate mit optionalem Wartungsvertrag ab dem 4. Jahr.
[Fortsetzung der "Sonstigen Begründung"] 2. Röhrenspannung von 70 bis 140kV und Low-kV-Imaging für Mumien und Fettwachsleichen: Bei einer CT-Untersuchung bestimmt die eingestellte Röhrenspannung (kV) das tatsächlich erzeugte Röntgenspektrum und damit die Energie der Röntgenstrahlung. Wird mit 100 kV aufgenommen, erfolgt die Aufnahme unabhängig von der späteren Bildverarbeitung immer mit 100 kV. Die bei der spektralen CT häufig angegebenen Werte in keV beziehen sich hingegen nicht auf die Aufnahme selbst, sondern auf die nachträglich berechneten virtuellen monoenergetischen Bilder. Diese Bilder werden aus den während der Untersuchung erfassten spektralen Daten rekonstruiert und stellen unterschiedliche Darstellungen derselben Messdaten dar. Ein virtuelles monoenergetisches Bild mit beispielsweise 140 keV bedeutet daher nicht, dass die CT mit 140 kV aufgenommen wurde. Der keV-Wert beschreibt ausschließlich die rekonstruierte Bilddarstellung, während die tatsächliche Aufnahme weiterhin mit der eingestellten Röhrenspannung erfolgt. Die gewählte Röhrenspannung beeinflusst direkt die Zusammensetzung der erzeugten Röntgenstrahlung und hat damit wesentlichen Einfluss auf Bildqualität, Kontrastverhalten und Strahlendosis. Eine Untersuchung mit 80 kV unterscheidet sich daher physikalisch grundlegend von einer Untersuchung mit 120 kV, da nicht nur die Energie einzelner Photonen, sondern das gesamte erzeugte Röntgenspektrum verändert wird. Durch die Anpassung der Röhrenspannung kann die Bildgebung gezielt an die klinische Fragestellung angepasst werden. Insbesondere bei kontrastmittelverstärkten Untersuchungen können niedrigere kV-Werte zu einer verbesserten Darstellung jodhaltiger Kontrastmittel beitragen und gleichzeitig eine Reduktion der Strahlendosis ermöglichen. Die nachträgliche Rekonstruktion virtueller monoenergetischer Bilder mit unterschiedlichen keV-Werten stellt zwar zusätzliche Auswertemöglichkeiten bereit, ersetzt jedoch nicht die Möglichkeit, die tatsächliche Röhrenspannung der Akquisition entsprechend den diagnostischen Anforderungen und dem gewünschten Dosisniveau auszuwählen. In der Gerichtsmedizin ist es zwingend erforderlich, dass jeder Schritt erklärt werden kann und entsprechend der Fragestellung bzw. der Untersuchung die kV real eingestellt werden können, um sich auf die reale Aufnahme mit dem jeweiligen Röntgenspektrum beziehen zu können, bevor aus dieser weitere Berechnungen erfolgen. In der gerichtsmedizinischen Praxis ist die große Bandbreite bzgl. der Röhrenspannung, insbesondere im Low-kV-Bereich für die detaillierte Beurteilung von Organen bei Föten, Babys und Kleinkindern zwingend erforderlich. Ohne diese Anforderung an die Röhrenspannung können postmortale CT-gestützte Angiographien bei Babys, Kindern und Erwachsenen in großen und auch den kleinen Gefäßen forensisch-radiologisch für Sachverständigengutachten nicht in der benötigten Qualität ausgewertet werden. Auch gerichtsmedizinische Besonderheiten wie Mumien und Fettwachsleichen benötigen zwingend für eine auswertbare Computertomographie eine sehr geringe Röhrenspannung. Diese Eigenschaften sind in dieser Zusammensetzung aus sachlichen Gründen erforderlich (und somit ist der mangelnde Wettbewerb auch nicht das Ergebnis einer künstlichen Einschränkung der Auftragsvergabeparameter). Aufgrund der technischen Besonderheit ist es für die Med Uni Graz unbedingt erforderlich, den Auftrag an das o.g. Unternehmen zu vergeben.