New Delhi, Neubau Deutsches Haus, Generalplanungsleistungen
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Key information
Overview
Gegenstand der Auftragsvergabe sind die nachfolgend beschriebenen Generalplanungsleistungen für die Errichtung eines Neubaus als "Deutsches Haus" auf der Liegenschaft 2, Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi, Indien. Die Generalplanungsleistungen umfassen die folgenden Vertragsmodule: •Objektplanung Gebäude •Objektplanung Freianlagen •Fachplanung Tragwerksplanung •Fachplanung Technische Ausrüstung (HLS,ELT) •Spezif. Leistungspflichten Thermische Bauphysik sowie Bau- und Raumakustik •Spezif. Leistungspflichten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) •Spezif. Leistungspflichten Brandschutz Das Deutsche Haus soll langfristig zur Unterbringung der Deutschen Schule New Delhi (DSND) und der Deutsch-Indischen Außenhandelshammer (AHK) dienen. Interimsweise soll in einer ersten Nutzungsphase zudem die Kanzlei der Deutschen Botschaft New Delhi untergebracht werden. Planungsziel ist ein Neubau, der den Anforderungen der ersten Nutzungsphase mit Kanzlei-Nutzung gerecht wird, insbesondere auch im Hinblick auf Sicherheitsanforderungen, der sich aber zugleich mit geringem Aufwand in der zweiten Nutzungsphase umnutzen lässt. Der Gebäudeteil, der von der AHK genutzt wird, wird nach dem Core-and-Shell-Ansatz geplant und errichtet. Die Planung des AHK-Teils umfasst Rohbau, Fassade und Außenanlagen. Der Ausbau inkl. TGA erfolgt in Eigenleistung und ist nicht Gegenstand der Planung. Der geplante Neubau soll, gemäß Vorentwurf, über vier oberirdische Geschosse und ein Untergeschoss verfügen. Die geplante Bruttogeschoßfläche beträgt ca. 6.400 m² im oberirdischen und 1.840 m² im unterirdischen Bereich. In der ersten Nutzungsphase sind folgende Funktionsbereiche unterzubringen: •Eingangsbereiche für die Nutzerbereiche •Rechts-, Konsular und Visastelle für Besucher •Kanzleibereich •Sicherheitsbereiche •Regionalarztpraxis •Klassenräume Grundschule •Lehrerzimmer und Verwaltungsbereich Schule •Turnhalle •Kindertagesstätte •Ausbauflächen AHK •Untergeschoß mit Technikräumen und Tiefgarage •Innenhof und Dachterrasse mit Überdachung Der Planer ist zur Umsetzung der planerischen Vorgaben und Qualitäten des Auftraggebers verpflichtet. Dabei hat er Abstimmungen mit den zuständigen Genehmigungsbehörden vorzunehmen, soweit erforderlich. Deutsche Normen und Regelwerke sind im Sinne eines Schutzzielabgleichs anzuwenden. Die Festlegung, ob nach deutschem oder indischem Standard geplant und gebaut werden soll, erfolgt im Einzelfall in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Ziel ist grundsätzlich eine möglichst lokale Bauweise. Es ist sicherzustellen, dass die Planung nach lokalem Planungsrecht genehmigungsfähig und unter weitgehend lokalen Gegebenheiten mit lokalen Vertragspartnern umsetzbar und wirtschaftlich ist. Die Planung der Freianlagen beinhaltet neben den Randflächen mit Perimeterschutz und Außenwache einen Innenhof, eine Dachterrasse, die Dachfläche und Teilflächen der Fassade. Art und Umfang der Fassadenbegrünung ist im Zuge der Fassadengestaltung festzulegen. Die Freianlagen sind entsprechend der klimatischen Gegebenheiten zu planen und die Sicherheitsanforderungen der Kanzlei sind zu erfüllen. Die Fachplanungsleistungen für Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung sind als Teil der Generalplanerleistungen zu erbringen. Der Auftrag umfasst ebenso die notwendigen o.g. spezif. Leistungspflichten sowie etwaige hier nicht genannten Leistungen, die zur Erzielung des jeweils vereinbarten Gesamterfolges erforderlich sind. Die grob geschätzten Bauwerkskosten (KG 200-600 und KG 750-790 nach DIN 276) belaufen sich auf ca. 25.411.902 EUR netto. Tag der Absendung der europaweiten Bekanntmachung an das Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Union: 16.07.2026
Liegenschaft 2, Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi, Indien, anyw-cou, India
Die Teilnahmeanträge sind mit dem vom Auftraggeber vorgegebenen Teilnahmeantrag (abrufbar unter der genannten Internetadresse) und den geforderten Erklärungen und Nachweisen zwingend innerhalb der Bewerbungsfrist in Textform über die Vergabeplattform einzureichen. Bewerbungen in Papierform, per Telefon, Telefax oder E-Mail sind nicht zugelassen. Fehlende Unterlagen können - nach pflichtgemäßem Ermessen der Vergabestelle - nachgefordert werden. Die den Vergabeunterlagen beiliegende Eigenerklärung bezüglich eventueller Verbindung mit Russland "26-96012 Eigenerklaerung_Russland-Sanktion.pdf" ist zwingend auszufüllen und einzureichen. Liegt diese Erklärung nicht vor, kann dies zum Ausschluss des Verfahrens führen.
Die Bewerbung hat mit dem vom Auftraggeber vorgegebenen Teilnahmeantrag zu erfolgen. Der Teilnahmeantrag ist abrufbar unter der oben genannten Internetadresse. Dieses Verfahren wird unter der Vergabenummer 26-96012 durchgeführt. (Bei Rückfragen bitte angeben). Architekten- und Ingenieurleistungen nach Teil 3 Abschnitt 1 und Teil 4 Abschnitt 1 u. 2 der HOAI 2021 sowie Beraterleistungen. Ablauf des 2-stufigen VS-VgV-Verfahrens mit Teilnahmewettbewerb: Ziel des Verfahrens ist die Findung eines geeigneten Generalplaners. (Hinweis: Generalplanerleistungen können auch von einer Arbeitsgemeinschaft angeboten werden) 1. Stufe: Aus einem öffentlichen Teilnahmewettbewerb werden 3-5 Bewerber anhand ihrer Eignungsfähigkeit ausgewählt. Auswahlkriterien und deren Wichtung 1. Stufe: siehe Bewertungsmatrizen B_M106. In der 2. Stufe des Verfahrens werden Auftrags-/Verhandlungsgespräche in der Betriebsleitung (BBBW) in Freiburg durchgeführt. Hierbei werden folgenden Leistungen bewertet: 1) Nennung eines bauvorlageberechtigten, lokal ansässigen Planungsbüros in Indien, das bei Beauftragung Mitglied des Generalplanerteams werden soll (Nachweis der Berufserfahrung/Qualifikation über Diplom-, Prüfzeugnisse oder sonstigen Bestätigungsnachweisen sowie Lebenslauf und Nennung von Referenzobjekten). 2) Vorstellung des Generalplanerteams, der beteiligten Planer und der Projektorganisation, sowie der jeweiligen Berufserfahrung und fachlichen Qualifikation der Projektbeteiligten. 3) Vorstellung zur Auslastung und Verfügbarkeit der Projektbeteiligten für den Zeitraum der Leistungserbringung. 4) Vorstellung der Herangehensweise an die gestellte Aufgabe in Indien anhand der Präsentation von maximal zwei Referenzobjekten. Vorschlag zur möglichen Aufgabenverteilung über alle Leistungsbereiche und Definition der Schnittstellen. Vorschlag zur Definition der Schnittstelle zwischen dem hiesigen und einem örtlichen Leistungsanteil. 5) Vorstellung der vorgesehenen Methoden der Termin- und Kostenkontrolle sowie Qualitätssicherung. 6) Vorstellung zur Sicherstellung einer hinreichenden Präsenz vor Ort während der Baudurchführung. 7) Schriftliches Honorarangebot, Angebotsgrundlage sind die geschätzten Baukosten. Die Entscheidung über die Auftragserteilung basiert projektbezogen auf folgenden Kriterien: - Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals sowie deren Auslastung und Verfügbarkeit (Gewichtung 35%) -Projektabwicklung: Herangehensweise an die gestellte Aufgabe, Methoden der Terminkontrolle/Kostenkontrolle, Methoden der Qualitätssicherung, Präsenz vor Ort (Gewichtung 50%) -Honorar (Gewichtung 15 %)
Liegenschaft 2, Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi, Indien, anyw-cou, India
Die Bundesrepublik Deutschland als öffentlicher Bauherr trägt eine besondere baukulturelle Verantwortung, da ihre Bauten in erhöhtem Maße im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen. Neben Funktionsgerechtigkeit und Sicherheit sind Qualität und Gestaltung der Architektur, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in Bau-und Betriebsphase wichtige baupolitische Ziele, die sich in den Bauten des Bundes wiederspiegeln sollen. Die Vertragssprache ist Deutsch. Die Projektsprachen für die Kommunikation mit dem Bauherrn/Nutzer und für die Projektabwicklung sind vor Ort Englisch und Deutsch. Vorgesehene Projektlaufzeit: 2026-2031 Es sind nur die geforderten Unterlagen einzureichen. Darüber hinaus gehende oder abweichende Unterlagen werden bei der Wertung nicht berücksichtigt. Der Auftraggeber behält sich vor, Belege für die abgegebenen Erklärungen anzufordern. Vom Auftraggeber werden keine Bewerbungsunterlagen zurückgesandt.