71200000-0Dienstleistungen von Architekturbüros
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71200000-0Dienstleistungen von Architekturbüros
Postanschrift: Friedrichstraße 1 - 3, Stadt: Berlin, Postleitzahl: 10969 Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300), Land: Deutschland Die Liegenschaft befindet sich im Fachvermögen des Amtes für Soziales. Das Gebäude Friedrich-straße 1-3 ist Teil einer baulichen Anlage, die mit der Wohnbebauung am Mehringplatz von 1966-1975 vom namhaften Berliner Architekten Werner Düttmann geplant wurde. Als sogenannte Wohn-folgeeinrichtung für die umliegend erstandenen Wohnungen entstanden eine Kindertagesstätte, ein Jugendfreizeitheim und eine Säuglingsfürsorgestelle. Heute wird das Gebäude von unterschiedli-chen Trägern sozialer Einrichtungen genutzt. Der Gebäudekomplex, bestehend aus zwei Teilbe-reichen, steht nicht unter Denkmalschutz. Die Gliederung des Baukörpers nimmt auf die unter-schiedlichen Nutzungen Bezug. Die Friedrichstraße 1, heute als Stadteilzentrum bezeichnet, beherbergt verschiedene Träger, wel-che spezielle Angebote für unterschiedliche Nutzergruppen bereithalten, wie z.B. eine Kantine und das Quartiersmanagement. Die Friedrichstraße 2 - 3 wird durch eine Jugendfreizeiteinrichtung der Kreuzberger „Musikalische Aktion (KMA) – die „Antenne“ - genutzt. Seit der Errichtung wurden, aufgrund geringer Mittel, nur wenige Maßnahmen zum baulichen Er-halt oder zur Modernisierung durchgeführt. Der Zustand ist gekennzeichnet durch einen erhebli-chen Sanierungsbedarf an Dach und Fassade, eine veraltete und verschlissene Gebäudetechnik sowie erhebliche Mängel beim Brandschutz. Aufgrund der Brandschutzmängel wurde für Teile des Gebäudes bereits eine Nutzungsuntersagung erteilt. Um einen sicheren Weiterbetrieb bis zur Komplettsanierung zu ermöglichen, investiert der Bezirk aktuell aus SIWA-Mitteln ca. 1.741.000 € brutto in die Wiedernutzbarmachung der Räume. Hierfür wird eine Notausgangstreppe aus dem Kellergeschoss ins Freie errichtet sowie neue Türen einge-baut, um die brandschutztechnischen Anforderungen umzusetzen. Weitere Maßnahmen sind die provisorische Abdichtung von Dachteilflächen, Stilllegung der Warmwasserbereitung, Erneuerung der Leitungsführung für Trinkwasser, Abwasser und Regenwasser im gesamten UG, Neuverlegung der Stränge in ausgewählten Sanitärbereichen, Erneuern der Fernwärmestation ohne Warmwas-serbereitung, Umbau der Garderobe im EG zu einem barrierefreien WC sowie die Behebung wei-terer Brandschutzmängeln, z. B. Erneuern der Hausalarmierungsanlage und Sicherheitsbeleuch-tung. Die Baumaßnahme wird im November 2026 abgeschlossen sein. Der Standort soll nun komplett saniert und barrierefrei hergerichtet werden. Zur Schaffung der Baufreiheit müssen die Nutzer ausgelagert werden. Das Gebäude ist als Mauerwerksbau aus Kalksandsteinen und Hohlblocksteinen errichtet. Die In-nenwände sind verfugt und geschlemmt, die äußeren Fronten verputzt. Die Brüstungen sind in Sichtbeton ausgeführt. Die Geschossdecken, Treppenläufe und -podeste sind aus Stahlbeton. Im Untergeschoss ist überwiegend ein 3 cm starker Estrich aufgebracht, in den Geschossen ist er schwimmend 6 cm stark. Die stark frequentierten Räume erhielten einen Gumminoppenbelag, alle anderen PVC- oder Textilbeläge, der Gemeinschaftsraum Parkett. Die Dächer sind zum Teil begehbar, sie sind als Warmdächer ausgebildet und erhielten Erdauf-schüttungen mit Bepflanzungen. die Holzfenster sind mit Isolierverglasungen versehen, die Außen-türen sind aus Metall mit großflächigen Verglasungen. Die Innentüren haben hölzerne Türblätter, die in Stahlzargen schlagen. Das Gebäude ist an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Hauptziele des Projektes bestehen in der Standorterhaltung und der Betriebssicherung der so-zialen und kulturellen Einrichtung. Voraussetzung dafür ist die umfangreiche Instandsetzung des Gebäudes und seiner technischen Ausstattung gemäß den geltenden Vorschriften. Dies umfasst neben der energetischen Ertüchtigung auch die Einrichtung eines zweiten baulichen Rettungswe-ges. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und Bewahrung des Gebäudecharakters ist es erforderlich, dass die Erhaltung der Oberflächen Vorrang vor Abbau und Austausch hat. Es ist stets zu prüfen, ob Beschädigungen behutsam repariert werden können, bevor Bauteile, Ausbauteile, Ausstattun-gen und Beschichtungen komplett ersetzt werden. Notwendige Grundrissanpassungen sollen be-hutsam, das heißt im Sinne des Werks vorgenommen werden. Eine BNB-Zielvereinbarung mit dem Ziel Silber (Ziel: 70,6 Punkte) liegt mit dem Bedarfsprogramm vor. Die Kostenobergrenze für die Baumaßnahme nach geprüftem Bedarfsprogramm beträgt 17.213.250,09 € brutto inklusive Unvorhergesehenes. Die genannten Kosten umfassen die Kosten-gruppen 200 bis 600 nach DIN 276, Stand IV. Quartal 2025., Berlin Kreuzberg, 10969, Berlin, Germany
Folgende Leitungen sollen beauftragt werden: Objektplanung Gebäude und Innenräume ab Leistungsphase 1 sowie optional stufenweise bis Leistungsphase 9; optionale Besondere Leistungen gemäß der spezifischen Leistungspflichten und der Angebots- und Vertragsunterlagen: 1) Lp 1-2: Bestandsaufnahme und Überprüfung der Be-standszeichnungen (einschließlich Plankammerrecherche). Überprüfung, Anpassung und Ergän-zung der überreichten dwg-Pläne mit allen notwendigen für das Planen und Bauen relevanten In-formationen - Pauschal. 2) LP 2-8: Einarbeitung der aktuellen Baumaßnahme in die Bestands- und Planungsunterlagen (Fertigstellung November 2026) zum sicheren Weiterbetrieb und Wiedernutz-barmachung von Räumen bis zur Komplettsanierung (s. auch Aufgabenstellung und Prüfvermerk vom 19.07.2024 in Höhe von ca. 1.741.000 € brutto. Berücksichtigung der durchgeführten Bau-maßnahmen in der weiteren Planung und Bauausführung - Pauschal. 3) ab LP 2: Wirtschaftlich-keitsuntersuchungen - Über der Grundleistung gemäß HOAI hinausgehende Wirtschaftlichkeitsun-tersuchungen gem. § 7 LHO nach Anhang 2 der ABau “Leitfaden für Wirtschaftlichkeitsuntersu-chungen bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung von Baumaßnahmen“ für alle Bauteile bzw. Bereiche. Es sollen mind. 2 Bauteile untersucht werden - je Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. 4) Stufe 1: Raumbuch LP1 bis LP3: Im Raumbuch sind sämtliche Räume mit allen Merkmalen zur Funktion, den Flächen (DIN 277) und Abmessungen, den Eigenschaften zum Brandschutz, den Materialien der Bauteile, den technischen Anlagen und der Ausstattung erschöpfend zu beschrei-ben. Als zentrales Gliederungselement ist die „Raum-Obj-ID“ aus dem Excel-Export des Be-standsdatenverzeichnisses (CAFM) *„zentral - Räume komplett.xlsx“* zu verwenden. Aus der Anla-ge *„06_pflichtenheft-anlage-7-din-277-kurzform.pdf“* können die für Berlin festgelegten Nut-zungs-IDs und Beschreibungen entnommen werden. Die Tabelle *„zentral – Bauwerke“* und die .dwg-Dateien enthalten zusätzliche Informationen zur Liegenschaft. Das Raumbuch wird im PDF-Format nach Räumen gegliedert übergeben. Die Eigenschaften sind pro Raum nach Eigenschafts-Arten darzustellen. Das Raumbuch wird in den jeweiligen büroeigenen Werkzeugen (CAD, AVA) des AN im PDF-Format erstellt und das Layout vorab mit der Projektleitung abgestimmt. Für den Abgleich mit der Bestandsdatenbank wird das Raumbuch zusätzlich als Excel-Tabelle mit einer zusätzlichen Spalte für Änderungen über die Projektleitung an das CAFM-Team übergeben. Wer-den Räume neu erstellt, zusammengelegt oder in der Geometrie geändert, müssen neue Zeilen ohne „Raum-Obj-ID“ angelegt und die Änderung in den entfallenen Räumen beschrieben wer-den. Mit den Listen sind aktuelle .dwg-2D-Exporte mit eindeutigen Polygonen zu den Raumflächen und BGF-Flächen zu übergeben. Nach erfolgreicher Abstimmung mit dem CAFM-Team werden die Daten in die Bestandsdatenbank eingearbeitet und eine überarbeitete *„zentral - Räume komplett.xlsx“*-Datei mit den neuen „Raum-Obj-ID“ für die weitere Bearbeitung übergeben. Stufe 2: Raumbuch LP 4 bis LP 8: Das Raumbuch wird wie in der Stufe 1 beschrieben fortgeschrieben und zum Ende der LP 8 wie in Stufe1 beschrieben übergeben. Zusätzlich sind für Bauteile wie Tü-ren, Fenster, Bodenbeläge separate Excel-Listen mit einer Zeile pro Bauteil mit den jeweiligen Ei-genschaften und der „Raum-Obj-ID“ zu erstellen und an das CAFM-Team zu übergeben. Das CAFM-Team prüft die Listen und setzt sich bei Rückfragen direkt mit den Planenden in Verbindung. 6) LP 2-8: Erstellung ökologisches Gesamtkonzept mit Unterstützung der weiteren Planungsbeteilig-ten: - Erstellung eines Konzepts zum ökologischen Bauen, in enger Zusammenarbeit mit Projekt- und Kooperationspartnern: Mit Betrachtung auf der Vernetzung der Themenbereiche Baukonstruk-tion, Energie, Wasser, Grün, Baustoffe und Abfall, wie auch die Integration neuer Verfahren und Technologien bei der Planung, dem Bau und Betrieb von Gebäuden und Anlagen als Vorausset-zung für den Erfolg des ökologischen Bauens. Das Konzept ist im Rahmen der Vorplanungsunter-lagen zu entwickeln. Es wird erwartet, dass dieses Konzept im Zuge der weiteren Bearbeitung um-gesetzt wird. Die dazu notwendigen Entscheidungen und gegebenenfalls Anpassungen sind zu dokumentieren (siehe Leitfaden - Ökologisches Bauen - Anforderungen an Baumaßnahmen - fi-le:///C:/Users/mail/Downloads/oekologische_kriterien_0907201966-1.pdf) - Pauschal. 7) LP 1-8: Erhöhter Abstimmungsbedarf aufgrund von zwei Nutzergruppen - Pauschal. 8) LP 5-8: Erstellung von Ergänzungsunterlagen gemäß AV § 54 LHO unter Integration der Zuarbeit aller Fachdiszipli-nen, pro Stück. 9) LP 8: Dokumentation auf Grundlage des Erfassungssystems der Länder (PLA-KODA) im Internet unter www.plakoda.de der abgerechneten Kosten, Flächen, Rauminhalte u.ä. Diese Leistungen sind in den Grundleistungen enthalten, siehe Anlage IV 4102.H F - Anlage zu § 5: spezifische Leistungspflichten, LPH 8, Punkt m). Falls hierfür ein Mehraufwand gesehen wird - Pauschal. Grundlage der Beauftragung ist das beiliegende Vertragsmuster der ABau mit der Anlage zu § 5: Spezifische Leistungspflichten. Weitere Vertragsbestandteile sind u. a. die Allgemeinen Vertrags-bestimmungen (AVB). Die Verfahrensabläufe gemäß ABau sind zu beachten. Alle aufgeführten Grundleistungen werden nach Leistungsphasen schriftlich einzeln abgerufen und beauftragt, zunächst mit der Leistungsstufe 1, Leistungsphase 1. Der Auftraggeber behält sich vor, die Beauftragung auf Teilleistungen einzelner Leistungsphasen oder auf einzelne Abschnitte zu beschränken. Folgende Termine sind geplant: 02/2027 VPU-Abgabe | 04/2027 VPU-Prüfung (Bezirk) ggf. Ergänzung Korrekturen und Freigabe | 03/2028 BPU-Abgabe einschl. Genehmigungsplanung und geprüften Brandschutzkonzept (LP3 und LP4) | 07/2028 BPU-Prüfung (Bezirk und Stellungnahmen Fachverwaltung Senat) ggf. Ergän-zung Korrekturen | 08-12/2028 BPU Entsperrung Hauptausschuss | Gemäß aktuell freigegebenen Raten der I-Planung: 2029-2030 Ausführungsplanung und Ausschreibung | 06/2030-2034 Bau-durchführung (Gebäude und Freianlagen). Anpassungen des Terminplanes erfolgen je nach Planungsstand. Regelung für den Fall des Ausfalls des Auftragnehmers infolge der Kündigung aus wichtigem Grund, einvernehmlicher Vertragsaufhebung oder Insolvenz durch den Auftraggeber entsprechend § 132 Abs. 2 Nr. 4 a) i. V. m. § 132 Abs. 2 Nummer 1 GWB Für den Fall, dass der Auftragnehmer vor vollständiger Leistungserbringung wegen Kündigung aus wichtigem Grund, einvernehmlicher Vertragsaufhebung oder Insolvenz ausfällt, ist der Auftraggeber entsprechend § 132 Abs. 2 Nr. 4 a) GWB berechtigt, die verbleibende Leistung den übrigen geeigneten Bietern in der Reihenfolge des Ergebnisses der Bewertung der Angebote in diesem Vergabeverfahren, beginnend mit dem Zweitplatzierten, anzutragen.
71200000-0Dienstleistungen von Architekturbüros
Berlin Kreuzberg, 10969, Berlin, Germany
#Besonders auch geeignet für:selbst#
11 Jun 2026, 09:17
Issued at
Publication
15 Jun 2026, 00:00
Requested publication date
Publication
09 Jul 2026, 08:00
LOT-0000 Additional information request period
Deadline
15 Jul 2026, 08:00
LOT-0000 Participation request reception period
Deadline
16 Sept 2026, 00:00
LOT-0000 - Procurement project planned period start
Milestone
15 Sept 2034, 00:00
LOT-0000 - Procurement project planned period end
Deadline
None recorded.