Innovationspartnerschaft zur Entwicklung und zum Erwerb eines Einsatzleitsystems für die ILS
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Key information
Overview
Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar) beabsichtigt die Beschaffung eines neuen Einsatzleitsystems als Ersatz für die bisherige Systemlösung der Integrierten Leitstelle Saarland. Mit dem Vergabeverfahren strebt der ZRF eine Innovationspartnerschaft (§ 19 VgV) zur gemeinsamen Entwicklung und den späteren Erwerb eines innovativen Einsatzleitsystems für die Integrierte Leitstelle Saarland an. Das neue Einsatzleitsystem soll die bewährten Kernfunktionen eines marktüblichen Einsatzleitsystems zuverlässig abbilden und zugleich innovative Bestandteile enthalten, die im Rahmen einer Innovationspartnerschaft gemeinsam mit dem Auftragnehmer entwickelt, erprobt und in den produktiven Leitstellenbetrieb überführt werden sollen. Leitbild des Auftrages ist ein Vertrag, in dem die Innovationspartner ihre Kompetenzen und Erfahrungen zusammenführen, um ein völlig neues Einsatzleitsystem auf modernstem informationstechnischem Stand zu entwickeln. Dazu werden vom Auftragnehmer die erforderlichen technischen und fachlichen Fähigkeiten im Bereich der zukunftsweisender Softwareentwicklung erwartet, während der ZRF langjährige praktische Erfahrungen im Leitstellenbetrieb, einen realen Rahmen für die praktische Erprobung und ein klar definiertes aus der Praxis entwickeltes Anforderungsprofil für ein innovatives Einsatzleitsystem einbringt. Ziel der Innovationspartnerschaft ist die Entwicklung eines marktgängigen Produktes, das dem Auftragnehmer die weitere Verwertung ermöglicht und dem ZRF einen wirtschaftlich vorteilhaften Erwerb der gemeinsam entwickelten Lösung ermöglicht.
Saarbrücken, 66119, Regionalverband Saarbrücken, Germany
(a) Die vorliegende Beschaffung unterliegt dem Anwendungsbereich der §§ 97 ff. GWB, VgV. (b) Die Innovationspartnerschaft wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Nach Auswahl der drei geeignetsten Bewerber im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs werden diese zur Abgabe von Erstangeboten aufgefordert. Bei wesentlich gleicher Eignung behält sich der Auftraggeber vor, mehr als drei Bewerber zur Abgabe von Angeboten aufzufordern. Der Auftraggeber verhandelt mit den Bietern über die von diesen eingereichten Erstangeboten. Anschließend werden die Bewerber aufgefordert, innerhalb einer vom Auftraggeber zu bestimmenden Frist verbesserte Folgeangebote einzureichen. Auf dieser Grundlage entscheidet der Auftraggeber, ob er den Zuschlag erteilt oder zur weiteren Verbesserung der Angebote eine erneute Verhandlungsrunde durchführt. Bei der Durchführung einer erneuten Verhandlungsrunde kann der Auftraggeber die Zahl der Bieter anhand eines nach den Zuschlagskriterien erstellten Rankings auf zwei reduzieren. (c) Die Vergabeunterlagen werden auf der in dieser Bekanntmachung angegebenen Vergabeplattform elektronisch zur Verfügung gestellt; die einschlägige Vergabe-Nr. lautet: ELS-V_2026. Ausgenommen sind die beiden Dokumente Leistungsbeschreibung Teil A - Innovationsanforderungen und Teil B - Basisanforderungen; für deren Anforderung ist die vorherige Abgabe einer Verschwiegenheitserklärung erforderlich, welche über den Kommunikationsbereich der Vergabeplattform nach Registrierung einzureichen ist. Für die elektronische Kommunikation mit der Vergabestelle, als auch für die elektronische Abgabe eines Angebots ist die Registrierung auf der Vergabeplattform erforderlich. Die Registrierung ist kostenfrei. (d) Der Bieter hat sämtliche Angaben auf den vorgegebenen Formblättern zu machen, soweit vorgegeben. Diese werden als PDF-Format und als Ausfülloption zusätzlich als Word-Dokument zur Verfügung gestellt. Ein Abweichen von den Vergabeunterlagen kann den Ausschluss vom Verfahren bedeuten. Sämtliche Vergabeunterlagen sind Grundlage des Angebots und werden bei Zuschlagserteilung Vertragsbestandteil. (e) Der Bieter ist verpflichtet, unverzüglich nach Auftragserteilung für das gesamte an der Erfüllung des Projektvertrages beteiligte Personal (Angestellte und in sonstigen Dienstverhältnissen stehende Personen, einschließlich etwaiger Nachunternehmer) den Nachweis einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung (Ü2-Sabotageschutz) gemäß des Saarländischen Sicherheitsüberprüfungsgesetzes vom 07. Juli 2021 i.V.m. der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Saarländischen Sicherheitsüberprüfungsgesetz (AVSSÜG) vom 14. Januar 2022 zu erbringen. (f) Der Auftraggeber wird für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll, eine Abfrage des Wettbewerbsregisters (§ 6 Wettbewerbsregistergesetz-WRegG) vornehmen. Mit der Abgabe des Angebotes erklärt das Unternehmen sein Einverständnis hierzu. Eintragungen können zum Ausschluss führen. (g) Die Bildung von Bewerbergemeinschaften ist zulässig. Die Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern rechtsverbindlich unterschriebene Erklärung (vgl. Formblatt) abzugeben, -in der alle Mitglieder aufgeführt sind und eines der Mitglieder als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages bezeichnet ist, -in der bestätigt wird, dass der bevollmächtigte Vertreter alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt, -in der erklärt wird, dass alle Mitglieder für die Erfüllung des Vertrages gesamtschuldnerisch haften -in der angegeben wird, welches Mitglied welche Leistungen ausführt. Es ist grundsätzlich nicht zulässig, dass ein Mitglied einer Bewerbergemeinschaft parallel ein eigenes Angebot abgibt bzw. parallel an einer anderen Bewerbergemeinschaft teilnimmt. Geforderte Nachweise sind auch von allen Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft einzureichen. Dies gilt auch für Nachunternehmer, wenn sich der Bieter zum Nachweis der Eignung des Nachunternehmers bedient (Eignungsleihe). Soweit sich der Bieter zum Nachweis der Eignung des Nachunternehmers bedient, ist mit dem Angebot eine Erklärung des Nachunternehmers einzureichen, dass er dem Bieter im Auftragsfall seine Ressourcen zur Verfügung stellen wird (vgl. Formblatt Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen). (h) Wir bitten, die Vergabeunterlagen frühestmöglich durchzuarbeiten, so dass Bewerberfragen fristgerecht gestellt werden können. Rechtzeitig eingehende Fragen werden gesammelt und zeitnah in Form eines Fragen- und Antwortkataloges anonymisiert allen Bewerbern über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt. Der letzte Zeitpunkt für Bewerberfragen ist der 10/08/2026. Der Auftraggeber behält sich vor, später eingehende Fragen nicht zu beantworten. Die Fragen und die entsprechenden Antworten werden Bestandteil der Vertragsunterlagen und konkretisieren diese gegebenenfalls. Fragen bzw. sonstige Hinweise zu den Vergabeunterlagen sind ausschließlich über den Kommunikationsbereich der Vergabeplattform zu stellen. Mündlich/telefonisch gestellte Fragen werden nicht beantwortet. (i) Die Verfahrenssprache und im Falle der Zuschlagserteilung die Vertragssprache sind ausschließlich deutsch. (j) Unternehmen, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, müssen gleichwertige Unterlagen vorlegen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen. (k) Es gelten die Datenschutzhinweise zur Durchführung von Verfahren - Informationen nach Art. 13, 14 und 21 DS-GVO. (l) Bezüglich der einzureichenden Unterlagen wird auf die Checkliste verwiesen.
Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar) beabsichtigt die Beschaffung eines neuen Einsatzleitsystems als Ersatz für die bisherige Systemlösung der Integrierten Leitstelle Saarland. Mit dem Vergabeverfahren strebt der ZRF eine Innovationspartnerschaft (§ 19 VgV) zur gemeinsamen Entwicklung und den späteren Erwerb eines innovativen Einsatzleitsystems für die Integrierte Leitstelle Saarland an. Das neue Einsatzleitsystem soll die bewährten Kernfunktionen eines marktüblichen Einsatzleitsystems zuverlässig abbilden und zugleich innovative Bestandteile enthalten, die im Rahmen einer Innovationspartnerschaft gemeinsam mit dem Auftragnehmer entwickelt, erprobt und in den produktiven Leitstellenbetrieb überführt werden sollen. Ziel des Vorhabens ist nicht lediglich die technische Ablösung eines bestehenden Systems. Vielmehr soll das künftige Einsatzleitsystem als zentrales, integriertes, resilientes und zukunftsfähiges Arbeits-, Informations- und Steuerungssystem der Integrierten Leitstelle Saarland ausgestaltet werden. Es soll die Leitstelle im Regelbetrieb, bei Sonderlagen, in Krisensituationen sowie bei künftigen Formen digitaler Vernetzung sicher unterstützen und dabei klassische Leitstellenprozesse mit neuen Fähigkeiten in den Bereichen Lagebild, Prozesssteuerung, Wissensmanagement, Qualitätsmanagement, Interoperabilität, Datenintegration und Entscheidungsunterstützung verbinden. Leitbild des Auftrages ist ein Vertrag, in dem die Innovationspartner ihre Kompetenzen und Erfahrungen zusammenführen, um ein völlig neues Einsatzleitsystem auf modernstem informationstechnischem Stand zu entwickeln. Dazu werden vom Auftragnehmer die erforderlichen technischen und fachlichen Fähigkeiten im Bereich der zukunftsweisender Softwareentwicklung erwartet, während der ZRF langjährige praktische Erfahrungen im Leitstellenbetrieb, einen realen Rahmen für die praktische Erprobung und ein klar definiertes aus der Praxis entwickeltes Anforderungsprofil für ein innovatives Einsatzleitsystem einbringt. Ziel der Innovationspartnerschaft ist die Entwicklung eines marktgängigen Produktes, das dem Auftragnehmer die weitere Verwertung ermöglicht und dem ZRF einen wirtschaftlich vorteilhaften Erwerb der gemeinsam entwickelten Lösung ermöglicht.
Saarbrücken, 66119, Regionalverband Saarbrücken, Germany
Winterberg 5, Saarbrücken, 66119, Regionalverband Saarbrücken, Germany