Erneuerung Ringbrücke über Ernst-Reuter-Allee
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Key information
Overview
Die Landeshauptstadt Magdeburg beabsichtigt die Erneuerung der Ringbrücke über die Ernst-Reuter-Allee mit einem Teilbauwerk je Fahrtrichtung. Gegenstand der Ausschreibung ist die erforderliche Planung sowie der Bau der Brücke. Die Einzelheiten bitten wir der reduzierten Fassung der Funktionalen Leistungsbeschreibung (GP.A.06.E/GU.A.06.E) zu entnehmen. Im Zuge der Maßnahme ist zudem der Abbruch der restlichen Bestands-Widerlager und -Pfeiler einschließlich der ordnungsgemäßen Entsorgung und Verwertung der anfallenden Abbruchmaterialien Bestandteil der Leistung. Der abzuschließende Vertrag beinhaltet als erste Vertragsphase die Validierung und Planung und als sich anschließende zweite, optional zu beauftragende Vertragsphase die Fortsetzung der Planung und die Ausführung.
1. Es wird eine Innovationspartnerschaft gem. § 119 Abs. 7 GWB, § 3 EU Nr. 5 VOB/A durchgeführt. Da die Vergabeplattform hierfür kein eigenes Verfahren vorsieht und die Innovationspartnerschaft sich gem. EG 49 der RL 2024/24/EU auf die Verfahrensregeln stützen sollte, die für das Verhandlungsverfahren gelten, erfolgt die Veröffentlichung als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. 2. Bei der Umsetzung des Projekts wendet die Landeshauptstadt Magdeburg das kooperative Projektabwicklungsmodell der ‚Integrierten Projektabwicklung‘, kurz: IPA an. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Mehrparteienvertrag (MPV), in dem eine kollaborative Projektkultur ebenso wie die gemeinsame Übernahme von Risiken und Verantwortlichkeiten vertraglich festgelegt sind. Durch frühzeitige Einbindung der bauausführenden Unternehmen ab der Vertragsphase 1 (Validierung und Planung) und enger Zusammenarbeit mit den planungsbeteiligten Ingenieuren und der Auftraggeberin entsteht eine gemeinsam optimierte Planung. Darauf aufbauend wird ein Zielpreis ermittelt, der sowohl Ausführungsqualität als auch Termin- und Kostenstabilität verspricht. Weiterführende Informationen zum generellen Projektablauf sowie zum zugrunde liegenden Vertrags-, Anreiz- und Vergütungsmodell wurden im Rahmen des Marktmonologs und Marktdialogs bereitgestellt. Diese können unter folgendem Link eingesehen werden: www.magdeburg.de/ErsatzneuRingbrückenMarktmonolog Es ist die Grundlage des IPA-Modells, dass der Partner Planung (VP 1) und der Partner Bau (VP 2) klar voneinander abgegrenzte Leistungspflichten haben und sich dadurch gegenseitig befördern. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen ausdrücklich nicht zulässig, für beide Vergabepakete (VP 1 und VP 2) am Verfahren teilzunehmen. Auch Unternehmen desselben Konzerns dürfen nur für ein Vergabepaket teilnehmen. Wird hiergegen verstoßen, so werden die Teilnahmeanträge für beide Vergabepakete zwingend vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. Weitere Besonderheit des IPA-Modells ist es, dass der Partner Planung (VP 1) und der Partner Bau (VP 2) erst nach Zuschlagserteilung voneinander Kenntnis erlangen. 3. Es gibt zwei Vergabepakete, das Vergabepaket 1 (VP 1) für den Partner Planung und das Vergabepaket 2 (VP 2) für den Partner Bau. Diese Vergabepakete werden durch Lose abgebildet (VP 1 = Los 1, VP 2 = Los 2). 4. In dieser Bekanntmachung wird insbesondere bei den Eignungskriterien, aber nicht ausschließlich dort, auf die Vergabepakete Bezug genommen. Eignungskriterien, denen VP 1 vorangestellt ist, sind von Bewerbern für VP 1 zu erfüllen. Eignungskriterien, denen VP 2 vorangestellt ist, sind von Bewerbern für VP 2 zu erfüllen. Ist einem Eignungskriterium VP 1 + 2 vorangestellt, so ist dieses sowohl von Bewerbern für VP 1 als auch von Bewerbern für VP 2 zu erfüllen. 5. Die Kriterien zur Auswahl der Bewerber sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen. 6. VP 2: Bitte beachten Sie, dass die Auftraggeberin die Stahlbeton-Massivbauarbeiten (u. a. Widerlager, Pfeiler, Kopfbalken, Rand- und Mittelkappen) als kritische Aufgaben gemäß § 6d EU Abs. 4 VOB/A einstuft. Aufgrund der hohen Anforderungen an Maßhaltigkeit, Tragfähigkeit und die kraftschlüssige Einbindung im semi-integralen System sowie der engen Bauzeit (u. a. Sperrpausen Straßenbahn, begrenzter innerstädtischer Bauraum) sind höchste Ausführungsgenauigkeit und Koordination erforderlich. Wegen der Sicherheitsrelevanz und Qualitätssicherung ist die Selbstausführung durch den Auftragnehmer bzw. ein Mitglied der Bietergemeinschaft zwingend – eine Auslagerung dieser kritischen Leistungen an Nachunternehmer ist unzulässig. Die Abgrenzung der als kritisch und als nicht kritisch eingestuften Aufgaben ist der reduzierten Fassung der Funktionalen Leistungsbeschreibung (GP.A.06:E/GU.A.06.E) zu entnehmen. 7. Die Auftraggeberin beabsichtigt, eine projektspezifische, kombinierte Bauleistungs-, Montage- und Haftpflichtversicherung für alle am Projekt Beteiligten (z. B. Auftraggeberin, Planer / Fachingenieure, ausführende Unternehmen u. a.) abzuschließen. Die Kosten hierfür trägt die Auftraggeberin. 8. Einzelheiten zu den Vergabebedingungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen. Für den Teilnahmeantrag sind zwingend die zur Verfügung gestellten Formblätter zu verwenden, Die Abgabe einer Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung bleibt zulässig, wird jedoch nicht empfohlen.
25 May 2026, 22:00
Requested publication date
Milestone
26 May 2026, 16:22
Dispatch date
Milestone
27 May 2026, 22:00
Publication date
Publication
26 Jun 2026, 10:00
Participation request deadline
Deadline
20 Dec 2026, 23:00
Contract start date
Deadline
21 Nov 2029, 23:00
Contract end date
Deadline
None recorded.