Erfahrungsaustausch zu Vergrämungsmaßnahmen (Los 1) und Planung von koordinierten Vergrämungsabschüssen (Los 2) für das Interreg-Projekt "Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee"
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Key information
Overview
Kurzzusammenfassung des Interreg-Projekts "Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee": Durch internationale, mit allen Bodensee-Anrainern abgestimmte, Maßnahmen soll der Schutz gefährdeter Fischarten in der Bodenseeregion verstärkt vorangetrieben werden. Das Wissen über gefährdete Fischarten in der Region wird im Rahmen des Projekts zusammengetragen und darauf aufbauend Maßnahmen zur Verbesserung ihres Schutzes erarbeitet. Die Maßnahmen beinhalten neben ökologischen Aufwertungen der Fischhabitate auch technische Schutzmaßnahmen gegen Kormoranfraß. Daten werden in einer Datenbank erfasst und wasserbautechnische "Musterlösungen" erarbeitet. Zur Reduktion des Fraßdrucks durch Kormorane auf gefährdete Fischarten werden Grundlagen erarbeitet, welche auf eine internationale Strategie zum Kormoranmanagement abzielen. Diese beinhalten auch den Einsatz modernster Drohnentechnologie zum Brutmanagement der Kormorane. Dabei soll die Eignung und Bewilligungsfähigkeit von regionalen Maßnahmen zum Kormoranmanagement und ihrer grenzüberschreitenden Wirkung geklärt werden.
anyw-cou, Germany
#Bekanntmachungs-ID: CXUEYYAYTW7SJN6B# Es wird auf die zur Verfügung gestellten Unterlagen verwiesen.
Recherchearbeit mit anschließender Evaluation von Erfahrungen mit örtlichen und zeitlich befristeten Vergrämungsmaßnahmen gegen Kormorane in der Bodenseeregion sowie in anderen Regionen Europas. Anschließend sollen Konzepte für besonders gefährdete Teilpopulationen gefährdeter Fischarten in der Bodenseeregion entwickelt werden. Dazu sind - aufbauend auf den Ergebnissen von Arbeitspaket 3a1, welches die Zeiten und Orte mit erhöhter Kormoranprädation im Bodenseegebiet ermittelt - mögliche Vergrämungsmaßnahmen für Kormorane an Fließgewässern zu recherchieren und im Hinblick auf ihre Eignung in Bezug auf die jeweiligen örtlichen Verhältnisse zu bewerten und zu konzeptionieren. Dabei sollen bestimmte Fischpopulationen der Fokus-Fischarten (z.B. Äschenpopulationen von europäischer bzw. gesamtschweizerischer Bedeutung) prioritär behandelt werden. Zusätzlich sollen in bestimmten Teilen des Sees und des Einzugsgebiets (z.B. Konstanzer Trichter, Seerhein), an welchen die Kormoranprädation erhebliche Schäden an geschützten / gefährdeten Fischarten verursacht, Maßnahmen-Konzepte ausgearbeitet werden, wie der Fischartenschutz durch gezielte Vergrämungsmaßnahmen verbessert werden kann.
anyw-cou, Germany
#Besonders auch geeignet für:selbst#, #Besonders auch geeignet für:other-sme#
Vergrämungsabschüsse von Kormoranen im Winterhalbjahr sind in den Ländern und Kantonen rund um den See unter Einhaltung der jeweiligen rechtlichen Bestimmungen prinzipiell zulässig. Diese erfolgen nach bisherigem Kenntnisstand anlassbezogen und unkoordiniert. Der daraus resultierende Effekt zur Reduktion von Kormoranfraß ist deshalb fraglich, insbesondere auf die Fokusfischarten des Interreg-Projektes. Demgegenüber könnten von unkoordinierten Vergrämungsabschüssen Störungen von Schutzgütern, wie z.B. rastenden Wasservogelarten, ausgehen. Durch eine bodensee-weit koordinierte Vergrämung von Kormoranen soll diese Situation verbessert werden. Dazu bedarf es einer Recherche zum Ist-Zustand mit anschließender Konzeptionierung einer Koordination von Vergrämungsabschüssen in der Bodenseeregion. Ziel ist die Optimierung der Reduktion von Kormoranprädation auf gefährdete Fischarten, insbesondere der Fokusfischarten, vom Herbst bis ins Frühjahr. Diese soll in den verschiedenen Anrainerländern am Bodensee durch Vernetzung der Akteure und Koordination aller Vergrämungsabschüsse erreicht werden.
anyw-cou, Germany
#Besonders auch geeignet für:selbst#, #Besonders auch geeignet für:other-sme#