Elektrodenheizkessel Reick - Los 2.2 Elektrotechnik Niederspannung

DESIGN-SECDesign contest notice – sectoral directive, design1209.3/a/26DGDrewag Stadtwerke Dresden GmbH
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DeadlineExpired13 Jul 2026, 10:00
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Identifier
1209.3/a/26
Contract type
Deadline
13 Jul 2026, 10:00
CPV codes
45251000 - Construction works for power plants and heating plants31321200 - Low- and medium-voltage cable45311200 - Electrical fitting work45315600 - Low-voltage installation work45317200 - Electrical installation work of transformers
Status
UNKN
Notice type
DESIGN-SECDesign contest notice – sectoral directive, design
Estimated value
Publication date
10 Jun 2026, 11:02

Overview

Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH (nachfolgend DREWAG), ein Tochterunternehmen der Sachsen Energie AG, betreibt das Zentrale Fernheiznetz (ZFHN) der Stadt Dresden. Im Rahmen der angestrebten Dekarbonisierung soll der Anteil regenerativer Wärmeerzeugung deutlich erhöht werden. Einen wichtigen Baustein bilden dabei Power-tot-Heat-Anlagen (P2H-Anlagen), die regenerativ erzeugten Strom zur Wärmeerzeugung nutzen. Elektrodenheizkessel ermöglichen die Produktion von Heißwasser für die Fernwärmeversorgung. Vor diesem Hintergrund plant die DREWAG die Errichtung einer Elektrodenheizkesselanlage (EHK-Anlage) zur Wärmeerzeugung für das ZFHN am Standort Heizkraftwerk Dresden-Reick (HKW Re). Der Standort bietet für den Bau und die Integration der Anlage besonders günstige Voraussetzungen: • vorhandene elektrische Leistungsversorgung auf Mittelspannungsebene • bestehender Anschluss an das Fernwärmenetz • Nutzung vorhandener Wärmespeicher als hydraulischer Zwischenpuffer • verfügbare bebaubare Flächen und grundsätzlich gegebene Genehmigungsfähigkeit • Synergien bei Betrieb und Instandhaltung durch räumliche Nähe zu Bestandsanlagen und bestehendem Betriebspersonal Das Projekt umfasst die Errichtung einer EHK-Anlage mit 2 × 40 MW elektrischer Leistung sowie deren Einbindung in das ZFHN. Die Kopplung erfolgt indirekt über Wärmeübertrager. Die bestehende Wärmespeicheranlage am Standort übernimmt dabei die Funktion einer hydraulischen Weiche zwischen den Elektrodenheizkesseln und dem Fernwärmenetz, wodurch Erzeugung und Bedarf zeitlich entkoppelt werden. Derzeit sind zwei Betriebsarten vorgesehen: • Geplanter Wärmeerzeuger im Rahmen der regulären Fernwärmebereitstellung • Teilnahme am Regelenergiemarkt (Erbringung von Systemdienstleistungen), insbesondere Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung (PRL und SRL) Das Gesamtprojekt wird in mehreren Losen vergeben und abgewickelt. Die Lose umfassen maschinen- und verfahrenstechnische Leistungen, technische Gebäudeausrüstung (TGA), elektrotechnische und leittechnische Systeme sowie bautechnische Leistungen. Die Montage des EHK ist beginnend für das 1. Quartal 2028 terminiert. Die anschließende Inbetriebsetzung (IBS) ist für das 3. Quartal 2028 geplant. Der Teilnahmewettbewerb und die Vergabe erfolgen nach Kriterien, welche in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt sind. Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen (detaillierte Planung) werden erst nach Beendigung des Teilnahmewettbewerbs den qualifizierten Bietern zur Verfügung gestellt.

Dresden, 01277, DED21, Germany

Zusätzliche Angaben 1) Es sind zunächst innerhalb der angegebenen Frist Teilnahmeanträge mit den geforderten Erklärungen und Nachweise abzugeben/einzureichen (also noch keine Angebote einzureichen). Die für das Verhandlungsverfahren ausgewählten Bewerber werden gesondert zur Angebotsabgabe aufgefordert. 2) Die Abgabe der Angebote ist nur in elektronischer Form via https://sachsenenergie.de/AVA (--> zu den Ausschreibungen) zulässig (Vergabe-Nr.: 1209.3/A/26). Wenn sich die interessierten Unternehmen ohne Registrierung die erforderlichen Unterlagen kostenfrei herunterladen, erfolgt keine automatische Benachrichtigung über eventuelle Änderungen zur Vergabe. In diesem Fall wird gebeten, regelmäßig eigenständig auf www.sachsenenergie.de/AVA nach neuen Informationen zu schauen. Bei erfolgter kostenfreier Registrierung entfällt Vorgenanntes. 3) Für die Ausarbeitung der Bewerbungsunterlagen sowie des Angebotes erfolgt keine Kostenerstattung. 4) Mitglieder von Bewerbergemeinschaften haben grundsätzlich alle Erklärungen/Nachweise für jedes Mitglied abzugeben. Nicht deutschsprachige Nachweise müssen als beglaubigte Übersetzung in Deutsch vorgelegt werden (geforderter Mindeststandard). 5) Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Mehrfachbewerbungen von Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft bzw. unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros haben das Ausscheiden aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zur Folge. 6) Die Nichteinhaltung der in der Bekanntmachung oder Ausschreibungsunterlagen geforderten Mindeststandards ("Eigenerklärung") führt zur Nichtbeteiligung am Verfahren. 7) Bewerber haben die Vergabeunterlagen unverzüglich auf Vollständigkeit der Unterlagen sowie auf Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten Bekanntmachung oder Ausschreibungsunterlagen Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewerbers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den AG unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen. Erfolgt dies nicht, ist der Bewerber mit diesen Einwendungen präkludiert. 8) Bewerber haben Verstöße gegen Vergabevorschriften zu rügen. Es gelten die Bestimmungen in § 160 Abs. 3 GWB. Soweit ihrer Rüge nicht abgeholfen wird, sind sie insbesondere verpflichtet, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer einzureichen. Ansonsten ist der Antrag gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig. 9) Die Vergabestelle behält sich vor, Rückfragen, die nicht bis spätestens 6 Tage vor Ablauf der Abgabefrist eingegangen sind, nicht zu beantworten. Objektive Teilnahmeregeln und -kriterien Die Teilnahme erfolgt über den vorgegebenen Bewerbungsbogen (zu finden unter https://sachsenenergie.de/AVA unter der Vergabe-Nr. 1209.3/A/26), der vollständig ausgefüllt im Original fristgerecht elektronisch einzureichen ist. Einreichung per E-Mail, Post oder per Fax ist unzulässig. Gem. § 51 Abs. 2 SektVO hat der AG ein Entschließungsermessen dahingehend, ob und ggf. welche fehlenden Erklärungen und Nachweise, er nachfordert. Der AG bindet sich hinsichtlich dieses Ermessens nicht vorab: Bewerber können nicht darauf vertrauen, dass sie Gelegenheit erhalten, fehlende Erklärungen und Nachweise nachzureichen. Enthalten Bekanntmachung oder Ausschreibungsunterlagen Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewerbers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den AG unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen. Erfolgt dies nicht, ist der Bewerber mit diesen Einwendungen präkludiert. Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Rechtsform von Bewerbergemeinschaften (BG): Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter. Abgabe Erklärung, dass Mitglieder der BG (ARGE) gesamtschuldnerisch haften, auch über Auflösung der ARGE hinaus. BG muss einen bevollmächtigten Vertreter benennen. Für die Erklärung kann das vorgegebene Formblatt verwendet werden, das als Anlage dem Bewerbungsbogen beiliegt. Die Vorlage d. Nachweises hat mit Abgabe der Bewerbung zu erfolgen. AG behält sich vor, ergänzende Unterlagen abzufordern, welche Zulässigkeit der Kooperation in Form einer BG (§ 1 GWB) belegen. Sollte sich im Laufe des Verfahrens eine bestehende BG in ihrer Zusammensetzung verändern oder ein Einzelbewerber Verfahren in einer BG fortsetzen wollen, ist dies nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung des AG zulässig. Diese wird jedenfalls nicht erteilt, wenn durch Veränderung der Wettbewerb wesentlich beeinträchtigt wird oder Veränderung Auswirkungen auf Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hat.

Im Los 2.2 werden die Niederspannungsschaltanlagen, die Komponenten der sicheren Schiene wie Gleichrichter und USV-Anlagen, die Kabelanlagen, die Trassierung, die Gebäudeinstallation bestehend aus Beleuchtung, Steckdosen sowie weiteren Anschlussleistungen für die neu zu errichtenden Elektrodenheizkessel Reick ausgeschrieben. Die Versorgung der beiden Elektrodenheizkessel mit jeweils 40 MWel erfolgt auf der 10,5 kV-Ebene aus dem vorgelagerten Gasmotorenkraftwerk (GMHKW). In diesem Zusammenhang sind Anpassungen an den bestehenden Mittelspannungsfeldern erforderlich (Liefer- und Leistungsumfang Los 2.1). Dazu zählen insbesondere der Austausch der vorhandenen Schutzrelais, die durch den Auftraggeber beigestellt werden, sowie weitergehende Modifikationen des Schutzsystems zur Änderung der Zertifizierung von Erzeugungsanlage auf eine Mischanlage gemäß VDE-AR-N 4120. Die Leistungsübertragung erfolgt über 10,5 kV-Mittelspannungskabel, deren Lieferung und Verlegung Bestandteil von Los 2.2 ist. Die Eigenbedarfsversorgung der EHK-Anlage wird aus dem bestehenden Heizkraftwerk Reick über die 6,3 kV-Spannungsebene realisiert. Hierfür wird die vorhandene Mittelspannungsschaltanlage (SIEMENS NX-AIR M, Baujahr 2016) um ein baugleiches Abgangsfeld sowie optional um ein Reservefeld erweitert (Liefer- und Leistungsumfang Los 2.1). Über die in Los 2.2 enthaltenen Mittelspannungskabel wird ein Eigenbedarfstransformator (6,3-/ 0,42- kV, 2 MVA, Liefer- und Leistungsumfang Los 2.1) gespeist. Die Niederspannungsseite des Eigenbedarfstransformators dient der Versorgung der nachgeordneten Niederspannungsschaltanlagen. Zur Bereitstellung der Steuer- und Hilfsspannungen wird eine gesicherte Stromversorgung aufgebaut. Diese umfasst eine 220 V-Gleichspannungsanlage mit Batterie sowie eine 230 V-Wechselspannungsversorgung über nachgeschaltete Wechselrichter. Über diese Stromversorgung werden die Steuerspannungen für die Mittel- und Niederspannungsanlagen sowie für weitere gesicherte Systeme bereitgestellt. Die Mittelspannungsschaltanlagen und der Eigenbedarfstransformator werden im Los 2.1 ausgeschrieben. Los 2.2 umfasst sämtliche Leistungen von der Planung bis zur betriebsfertigen Übergabe der Anlagen. Dies beinhaltet insbesondere: • Auslegung, Berechnung und Konstruktion der elektrotechnischen Anlagen • Lieferung und betriebsfertige Montage aller Komponenten • Inbetriebsetzung, Prüfungen, Qualitätsnachweise sowie Durchführung des Probebetriebs • Fortschreibung der Planungsunterlagen und Erstellung der vollständigen Dokumentation • Lieferung und Installation insbesondere folgender Komponenten: - der zwei 0,4-kV Niederspannungshauptverteilungen - der „sicheren Schiene“ 220-VDC, 230-VAC, Batterie, Gleich- und Wechselrichter, - Innen- und Außenbeleuchtungsanlagen sowie der Beleuchtungsverteilungen und die Sicherheits- und Fluchtwegbeleuchtungsanlage, - der Kabelanlagen 10,5-kV; 6,3-kV; 0,4-kV und Steuer- und Leittechnikverkabelung inkl. LWL-Verkabelung, Anschlussarbeiten - der Kabeltrassierung bestehend Kabelleitern, Kabelrinnen, Installationsrohren sowie die erforderlichen Hilfskonstruktionen etc., - der Gebäudeunterverteilung, Steckdosenkombinationen, Steckdosen, Überspannungsschutz, Klemmdosen - aller erforderlichen das Montagematerialien, Kennzeichnungsschilder, Zubehör, - Potentialausgleich- und Erdungsanlage. die für die Gesamtfunktionalität sowie der spezifikationskonformen Errichtung der Elektrotechnischen Anlage Elektrodenheizkessel notwendig sind. Der Auftragnehmer hat für seinen gesamten Liefer- und Leistungsumfang die erforderlichen Nachweise zu erbringen. Dazu zählen insbesondere die CE-Konformitätserklärung sowie die Durchführung und Dokumentation der Risikobeurteilungen gemäß den geltenden gesetzlichen Anforderungen.

Dresden, 01277, DED21, Germany

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Timeline

10 Jun 2026, 11:02

Issued at

Publication

12 Jun 2026, 00:00

Requested publication date

Publication

13 Jul 2026, 10:00

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