Ederhof / Planung u. Errichtung schlüsselfertig + betriebsbereit durch TU auf Grundlage einer FLB
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Key information
Overview
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Erbringung von Planungs- und Bauleistungen für die bauliche Erweiterung des Rehabilitationszentrums Ederhof in Stronach/Osttirol. Das Zentrum richtet sich an Kinder und Jugendliche vor oder nach Organtransplantation sowie deren Familien. Es handelt sich um eine investive, von der Bundesrepublik Deutschland geförderte Maßnahme mit hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Nach einem Architektenwettbewerb wurde ein Architekturbüro mit der Objektplanung nach HOAI (LPH 1–4, bis Genehmigungsplanung) beauftragt; erste Leitdetails der LPH 5 liegen vor. Die Fachplanungen wurden gesondert ausgeschrieben und vergeben. Ein Totalunternehmer soll nun auf Basis einer Funktionalen Leistungsbeschreibung und der Leitdetails die Ausführungsplanung erstellen und das Bauvorhaben realisieren.
Osttirol, Austria
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: Die Auswahlkriterien kommen zur Anwendung, wenn mehr als die angegebene Bewerberzahl die Eignungskriterien erfüllt. Die Bewerber mit der jeweils höchsten Punktzahl werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Es sollen jeweils nur drei Referenzen eingereicht werden. Je Referenz können bis zu 60 Punkte erreicht werden. Werden weniger als drei Referenzen eingereicht, werden für die fehlenden Referenzen jeweils null Punkte vergeben und diese null Punkte in die Wertung der Referenzen einbezogen. Maximal können 180 Punkte erreicht werden. Es sind Referenzen vorzulegen über die Begleitung vergleichbarer Projekte und Tätigkeiten entsprechend der Angaben dieser EU-Bekanntmachung, vorbehaltlich der datenschutzrechtlichen Zulässigkeit einer Mitteilung einschließlich Angabe der Adresse, Ansprechpartner und Telefonnummer des Ansprechpartners bei dem jeweiligen Auftraggeber der als Referenz genannten Aufträge. Für die Punktvergabe gilt wie folgt: Je 10 Punkte werden vergeben, wenn die Planung und Ausführung der Referenz auf Basis einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) erfolgt ist. Weitere 10 Punkte werden je vergeben, wenn für die Planung und Ausführung der Referenz sämtliche Leistungsphasen ab der Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) erbracht worden sind. Bis zu 20 Punkte werden je vergeben, wenn die Referenz Baukosten für die Kostengruppen 300 bis 400 nach DIN 276 von 15,0 Mio. EUR brutto oder mehr aufweist. Bei Baukosten der Kostengruppen 300-400 nach DIN 276 von weniger als 10,0 Mio. EUR brutto erhält der Bewerber 0 Punkte. Bei Baukosten weniger 15,0 Mio. EUR brutto und größer oder gleich 10,0 Mio. EUR brutto wird die Punktzahl durch lineare Interpolation zweistellig nach dem Komma ermittelt. Formel für die Berechnung der Punktzahl für das Kriterium anhand der eingereichten Referenz: x=x_1+((x_2- x_1 )*(y-y_1))/((y_2-y_1)) x_1 = Minimale Punktzahl für das Kriterium x_2 = Maximale Punktzahl für das Kriterium y_1 = niedrigste bewertbare Baukosten y_2 = höchste bewertbare Baukosten x = erreichte Punktzahl der eingereichten Referenz des Bewerbers y = Baukosten der eingereichten Referenz des Bewerbers Je bis zu 20 Punkte werden vergeben, wenn der Bewerber die Vergleichbarkeit der Referenz wie folgt nachweist: Je 10 Punkte werden vergeben, wenn die Referenz überwiegend eine Nutzung im Bereich REHA, Hotel, Pflegeheim oder Krankenanstalt aufweist. Dies bedeutet, dass die Hauptnutzung des referenzierten Projekts in einem dieser vier Bereiche liegen muss. Je 10 Punkte werden vergeben, wenn die Referenz ein Gebäude aus Holzhybridbauweise angibt. Als Holzhybridbauweise wird verstanden, wenn die Bauweise eine strukturelle oder bautechnische Kombination aus Beton / Mauerwerk und Holzbauelementen aufweist. Hierbei können Holzelementfassaden, Holzhybriddecken- Wände, tragende Ständerbauweise angeführt werden. Der Einsatz einer ausschließlich vorgehängten Holzverkleidung als Fassadenkonstruktion oder Holzfensteranlagen reicht nicht aus. Hinweis der Vergabestelle: Die Bewerber werden gebeten, sich auf die Vorlage vergleichbarer Referenzen zu beschränken. Wenn der Bewerber mehr als 3 Referenzen einreichen sollte, hat er jeweils die 3 Referenzen zu benennen, die für die Auswahlkriterien gewertet werden sollen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Bewerber die aus seiner Sicht maßgebliche Entscheidungsgrundlage gegenüber der Vergabestelle bestimmt. Es werden nur Referenzen gewertet, die den entsprechenden Vermerk haben. Sollten mehr als 3 Referenzen entsprechend gekennzeichnet sein, wird der Auftraggeber die 3 zu wertenden Referenzen nach der Reihenfolge der Nummerierung festlegen. Die 3 zur Wertung gekennzeichneten Referenzen mit den niedrigsten Nummern werden gewertet. Die Referenzen sind ausschließlich mit den im Teilnahmeantrag enthaltenen Formblättern nachzuweisen. Die Referenzen können auf weiteren DIN A 4 Blättern (mind. 1 und höchstens 6) näher beschrieben werden. Die eindeutige Zuordnung zusätzlicher Referenzblätter ist unbedingt durch entsprechende Beschriftung zu gewährleisten
Vorgesehen ist die Errichtung eines siebengeschossigen (vier Obergeschosse, drei Untergeschosse) Neubaus in Hanglage im direkten Kontext der historischen Bestandsbebauung des Ederhofs. Das Bauvolumen lässt sich in zwei grundsätzliche Nutzungsbereiche einteilen: Der fünfgeschossige vertikale Turmbau beinhaltet sämtliche verwaltungstechnische, therapeutische und pädagogische Nutzungen. Diese Ebenen verfügen über einen umlaufenden Austritt. Der zweigeschossige Wohnriegel erstreckt sich horizontal unterhalb des Turmes und dient als Beherbergungsstätte für Patient/innen und begleitende Familienmitglieder für den jeweiligen Aufenthaltszeitraum. Das Gebäude wird freistehend in Holzskelettbauweise geplant. Aus Gründen der Hangsicherung/-abfangung, der Erdbebensicherheit sowie des Brandschutzes werden alle dafür relevanten sowie erdberührenden Bauteile aus Stahlbeton hergestellt. Die Fassade besteht hauptsächlich aus einer hinterlüfteten Holzkonstruktion mit vertikaler Lattung. Die Maßnahme umfasst rund 3.000 m² NUF. Die Stiftung sucht nunmehr einen leistungsstarken und verlässlichen Partner zur Umsetzung der für das ausgeschriebene Bauvorhaben benötigten weiteren Planungs- sowie Bauleistungen. Die bauliche Realisierung des Erweiterungsbaus soll durch einen Totalunternehmer durchgeführt werden. Für die Stiftung ist dabei die Einhaltung ihres Kostenziels unabdingbar. Für den Fall, dass nach Ende der Verhandlungsphase ein wirtschaftliches Pauschalfestpreisangebot nicht abgegeben werden kann, behält sich die Stiftung vor, die Ausschreibung aufzuheben oder optional zunächst eine sog. Planungsvertiefungsphase durchzuführen, wobei dieser Schritt in der freien Entscheidung der Stiftung liegt. In diesem Fall würde der Bieter mit dem nach Prüfung wirtschaftlichsten finalen Angebot zunächst nur damit beauftragt, eine Überprüfung der bereits vorliegenden Planung vorzunehmen und Möglichkeiten einer Optimierung aufzuzeigen, mit denen das Kostenziel der Stiftung erreicht werden und ein, das Kostenziel einhaltendes, finales Pauschalpreisangebot abgegeben werden kann. Nähere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Osttirol, Austria