Bereitstellung einer E-Health-Plattform für das PEDNET-LC - Arbeitspaket 6.1 – Telemedizinische Vernetzung
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Key information
Overview
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Bereitstellung, Einführung, der Betrieb und die Weiterentwicklung einer cloudbasierten telemedizinischen Plattform für das Projekt PEDNET-LC. Die Plattform soll als sichere, standardisierte und klinisch bewährte Gesamtlösung zur telemedizinischen Vernetzung der an PEDNET-LC beteiligten Einrichtungen dienen und insbe-sondere die strukturierte Erfassung, gemeinsame Nutzung und Weiterleitung patientenbezogener Daten sowie die Kommunikation zwischen Leistungserbringern und mit Patientinnen und Patienten ermöglichen. PEDNET-LC ist ein neu etabliertes, interdisziplinär ausgerichtetes pädiatrisches Netzwerk zur Versorgung und Erforschung von Kindern und Jugendlichen mit Long COVID-ähnlichen Erkrankungen. Erfasst sind insbesondere postinfektiöse Erkrankungen nach SARS-CoV-2, Influenzavirus, Epstein-Barr-Virus sowie weiteren Erregern. Perspektivisch sollen auch Be-troffene mit Beschwerden nach Impfungen sowie Kinder und Jugendliche mit ME/CFS unab-hängig vom jeweiligen Auslöser über die aufzubauenden Strukturen betreut werden. Das Projekt ist als bundesweiter Zusammenschluss von Kliniken und Forschungsinstituten angelegt. Ziel ist es, spezialisierte, interdisziplinäre Versorgungszentren zu vernetzen, eine flächendeckende regionale Betreuung zu unterstützen und die Diagnostik sowie Behand-lungsansätze für betroffene Kinder und Jugendliche fortlaufend zu verbessern. Die im Rah-men der Versorgung entstehenden Daten sollen gesammelt, ausgewertet und zur Weiter-entwicklung der medizinischen Versorgung genutzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Mittelpunkt des hier relevanten Arbeitspakets steht die telemedizinische Vernetzung der beteiligten Einrichtungen. Diese soll eine schnelle, datenschutz- und berufsrechtskonforme Kommunikation der an der Patientenbetreuung beteiligten Leistungserbringer untereinander sowie den Austausch patientenbezogener Daten und die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten ermöglichen.
Ismaninger Straße 22 81675 München, München, Germany
1. Die Vergabeunterlagen enthalten einen Teilnahmeantrag mit Teilnahmebogen, den die Bewerber für die Erstellung und Einreichung ihrer Bewerbung verwenden müssen. 2. Bewerbergemeinschaften haben mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzugeben, in der: - die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt wird, - alle Mitglieder aufgeführt sind, - ein von allen Mitgliedern gegenüber dem Auftraggeber im Vergabeverfahren und darüber hinaus uneingeschränkt für jedes Mitglied bevollmächtigter Vertreter bezeichnet und mit Geldempfangsvollmacht ausgestattet ist, - die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder erklärt wird. Eine besondere Rechtsform der Bewerbergemeinschaft und/oder Arbeitsgemeinschaft wird nicht vorgeschrieben. Mehrfachbewerbungen, d. h. parallele Beteiligung als Einzelbewerber und gleichzeitig als Mitglied einer Bewerbergemeinschaft, sind unzulässig. Die Vergabestelle wertet es jedoch nicht als unzulässige Doppelbewerbung, wenn Nachunternehmer von verschiedenen Bewerbern bzw. Bewerbergemeinschaften eingebunden werden bzw. Mitglied einer Bewerbergemeinschaft sind. Zwingende Maßgabe ist hierbei jedoch, dass der Nachunternehmer keine Kenntnis über die Angebotspreise der relevanten Bewerber/Bewerbergemeinschaften hat, bei denen er Nachunternehmer ist. Dies ist nach Aufforderung durch verbindliche Erklärung des jeweiligen Nachunternehmers gegenüber der Vergabestelle zu versichern. Im Falle einer unzulässigen Doppelbewerbung müssen zur Wahrung des Wettbewerbsprinzips beide betroffenen Bewerber/ Bewerbergemeinschaften ausgeschlossen werden. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen rechtlich unselbständiger Niederlassungen eines Bewerbers. 3. Eigenerklärungen sind zu unterzeichnen, mit Datum zu versehen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Aufgrund der Abgabe in Textform ist in dem für die Unterschrift vorgesehenen Feld der Name des Bewerbers (Unternehmen) und die Person anzugeben, die die Erklärung für das Unternehmen abgibt. Bei Bewerbergemeinschaften: Die im Rahmen der Eignung "Befähigung zur Berufsausübung" geforderten Eigenerklärungen sind von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft separat zu unterzeichnen, geforderte Nachweise separat vorzulegen. Die übrigen geforderte Eigenerklärungen sind nur dann von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft separat zu unterzeichnen und geforderte Nachweise separat vorzulegen, wenn dies für die jeweilige Erklärung/jeweiligen Nachweis ausdrücklich verlangt ist. Bei Eignungsleihe: Beruft sich der Bewerber auf berufliche, technische, wirtschaftliche und /oder finanzielle Leistungsfähigkeit eines Dritten, so hat er die unter "Befähigung zur Berufsausübung" geforderten Nachweise und Erklärungen auch von dem Dritten/dem Unternehmen mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Die übrigen geforderten Nachweise und Erklärungen sind nur dann auch von dem eignungsverleihenden Unternehmen mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen, wenn dies für die Eignungsleihe erforderlich ist. Sofern sich der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der Eignung auf Ressourcen Dritter/ Nachunternehmer/konzernverbundener Unternehmen berufen möchte, muss er/sie auf Aufforderung nachweisen, dass ihm/ihr die Ressourcen des Drittunternehmens für die Auftragsausführung in tatsächlich geeigneter Weise zur Verfügung stehen werden (Verpflichtungserklärung). 4. Wenn für die geforderten Nachweise keine Gültigkeitsdauer angegeben ist, dürfen sie zum Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang des Teilnahmeantrages nicht älter als 12 Monate sein. 5. Bewerbungen und Angebote sind in deutscher Sprache abzufassen. 6. Nebenangebote sind nicht zugelassen. 7. Es werden nur elektronisch in Textform eingereichte Bewerbungen und Angebote berücksichtigt. 8. Verspätet eingereichte Bewerbungen und Angebote werden nicht berücksichtigt. 9. Die Teilnahme der Bewerber/Bieter an der Eröffnung der Bewerbungen sowie der Angebote ist ausgeschlossen. 10. Es sollen nur die geforderten Erklärungen/Unterlagen/Nachweise der Bewerbung beigefügt werden. Der Inhalt allgemein gültiger Firmenunterlagen o. ä. wird nicht berücksichtigt. 11. Fragen zum Teilnahmewettbewerb sind ausschließlich über die Nachrichtenfunktion unter www.subreportelvis.de mit dem Betreff "Fragen zum Teilnahmewettbewerb - Bereitstellung einer E-Health Plattform für das PEDNET-LC" zu stellen. Die Beantwortung der Fragen wird über den im Verfahrensbrief genannten Link veröffentlicht. Auf Fragen, die nach dem 28. August 2026, 12 Uhr. eingehen, kann eine rechtzeitige Beantwortung nicht mehr sichergestellt werden. Die Bewerber /Bewerbergemeinschaften haben sich über alle veröffentlichten Antworten eigenständig zu informieren und deren Inhalte zu berücksichtigen. 12. Die Bewerber/Bewerbergemeinschaften haben Geschäfts und Betriebsgeheimnisse entsprechend und deutlich zu kennzeichnen. 13. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige und/oder fehlerhafte unternehmensbezogene Nachweise, Unterlagen und Erklärungen und fehlende und unvollständige auftragsbezogene Nachweise, Unterlagen und Erklärungen unter angemessener Fristsetzung bei den Bewerbern/Bietern nachzufordern. Ebenso behält sich die Vergabestelle vor, die Bestätigung der gemachten Angaben durch weitergehende Nachweise bzw. Originale der eingereichten Kopien zu verlangen. 14. Die Auftraggeberin behält sich vor, abzufragen, welche Teile des Auftrags die Bieter beabsichtigen, im Wege der Unterauftragsvergabe an Dritte zu vergeben, einschließlich der Benennung der vorgesehenen Unterauftragnehmer.
Gegenstand des Auftrags ist die Bereitstellung, Einführung, der Betrieb und die Aufrechterhaltung einer cloudbasierten telemedizinischen Plattform für PEDNET-LC. Die Plattform soll als im Markt etablierte, produktverfügbare und möglichst standardnahe Gesamtlösung bereitgestellt werden. Ziel ist eine integrierte Lösung, die die Anforderungen der Leistungsbeschreibung möglichst weitgehend im Standardfunktionsumfang erfüllt und nur in dem erforderlichen Umfang kundenspezifische Anpassungen oder Drittsystemanbindungen vorsieht. Die Plattform soll insbesondere als strukturierte Anfrage- und Screeningmaske für Patientinnen und Patienten sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte dienen und zugleich als digitale Patientenakte genutzt werden können. Sie soll es den beteiligten Einrichtungen ermöglichen, Patientendaten gemeinsam zu erfassen, einzusehen und zu nutzen, Patientenströme zu steuern, Fallkonferenzen durchzuführen und die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten einschließlich Videosprechstunden zu unterstützen. Der Auftrag umfasst insbesondere folgende Leistungsziele: Vorscreening von Patientenanfragen durch Leistungserbringer zur Stratifizierung der weiteren Versorgungswege, insbesondere im Sinne einer Einbestellung oder Absage mit Weiterempfehlung; Vernetzung der beteiligten Zentren, Kliniken und interdisziplinären Teams über eine sichere, standardisierte und klinisch bewährte cloudbasierte telemedizinische Patientenakte; rechtskonforme Kommunikation, insbesondere unter Beachtung der Anforderungen an Datenschutz und Berufsrecht, zwischen medizinischem Personal sowie zwischen medizinischem Personal und Patientinnen und Patienten; Austausch textförmlicher patientenbezogener Daten zwischen den an der Versorgung beteiligten Leistungserbringern; Unterstützung von Fallkonferenzen und weiteren telemedizinischen Versorgungsabläufen; Anbindung an klinische Datenerfassungssysteme der Einrichtungen, insbesondere über geeignete Schnittstellen zu Systemen wie ORBIS oder Meona; Export patientenbezogener Daten zu Forschungszwecken nach erfolgter Studieneinwilligung in das Datenintegrationssystem, unter anderem der Bitcare GmbH; Bereitstellung einer produktiv repräsentativen Testumgebung einschließlich geeigneter Testdaten für Abnahmetests, Schulungen und Schnittstellentests. Der Projektzeitraum erstreckt sich bis zum 31. Dezember 2028. Vorgesehen ist eine Option auf Verlängerung des Nutzungszeitraums sowie auf Skalierung auf weitere Standorte. Der Auftragnehmer hat für die Einführung der Plattform einen Projektplan vorzulegen, der insbesondere den Go-Live der Plattform mit allen Muss-Kriterien zum 1. November 2026 sowie das Ende der Hypercare-Phase und die Überführung in den Regelbetrieb zum 31. Dezember 2026 verbindlich berücksichtigt. Weitere Einzelheiten können der Leistungsbeschreibung entnommen werden.
München, Germany
#Besonders auch geeignet für:other-sme# Die Anzahl der Bewerber, die vom Auftraggeber zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden, ist auf drei bis fünf Bewerber begrenzt. Eignungskriterien: I. Gesamtumsatz im Mittel der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre 2023 bis 2025 (max. 22,5 Punkte): ≥ 1.000.000 EUR – 7,5 Punkte; ≥ 2.500.000 EUR – 15 Punkte; ≥ 5.000.000 EUR – 22,5 Punkte. II. Unternehmensreferenzen im Bereich „Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb telemedizinischer, digitaler oder sektorenübergreifender Kommunikationsplattformen im Gesundheitswesen“ (es werden maximal drei Referenzen gewertet) (max. 42,5 Punkte): 1. Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb telemedizinischer, digitaler oder sektorenübergreifender Kommunikationsplattformen im deutschen Gesundheitswesen (max. 10 Punkte): Referenz 1 – 0 Punkte, Referenz 2 – 5 Punkte, Referenz 3 – 5 Punkte; 2. Einbindung mehrerer beteiligter Organisationen, differenzierter Nutzerrollen und Anbindung an KIS-Systeme (max. 10 Punkte): Referenz 1 – 0 Punkte, Referenz 2 – 5 Punkte, Referenz 3 – 5 Punkte; 3. Skalierbarkeit der Plattform (max. 7,5 Punkte): bei Anbindung von 5 selbstständigen Einheiten – 1 Punkt je Referenz, bei 7 selbstständigen Einheiten – 1,5 Punkte je Referenz, bei 10 oder mehr selbstständigen Einheiten – 2,5 Punkte je Referenz; 4. Anbindung an die Systemarchitektur der gematik, insbesondere im Zusammenhang mit KIM, ePA oder E-Rezept (max. 7,5 Punkte): Referenz 1 – 2,5 Punkte, Referenz 2 – 2,5 Punkte, Referenz 3 – 2,5 Punkte; 5. Anbindung, Integration und Umsetzung digitaler Krankenhaus- oder Gesundheitsinfrastruktur nach KHZG oder vergleichbaren Anforderungen (max. 7,5 Punkte): Referenz 1 – 2,5 Punkte, Referenz 2 – 2,5 Punkte, Referenz 3 – 2,5 Punkte. III. Persönliche Referenz des Projektleiters (max. 20 Punkte): 1. Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb telemedizinischer, digitaler oder sektorenübergreifender Kommunikationsplattformen im deutschen Gesundheitswesen – 4 Punkte; 2. Einbindung mehrerer beteiligter Organisationen, differenzierter Nutzerrollen und Anbindung an KIS-Systeme – 4 Punkte; 3. Skalierbarkeit der Plattform bei Anbindung von 5 selbstständigen Einheiten – 1 Punkt, von 7 selbstständigen Einheiten – 3 Punkte und von 10 oder mehr selbstständigen Einheiten – 5 Punkte; 4. Anbindung an die Systemarchitektur der gematik, insbesondere im Zusammenhang mit KIM, ePA oder E-Rezept – 4 Punkte; 5. Anbindung, Integration und Umsetzung digitaler Krankenhaus- oder Gesundheitsinfrastruktur nach KHZG oder vergleichbaren Anforderungen – 4 Punkte. IV. Persönliche Referenz des stellvertretenden Projektleiters (max. 15 Punkte): 1. Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb telemedizinischer, digitaler oder sektorenübergreifender Kommunikationsplattformen im deutschen Gesundheitswesen – 3 Punkte; 2. Einbindung mehrerer beteiligter Organisationen, differenzierter Nutzerrollen und Anbindung an KIS-Systeme – 3 Punkte; 3. Skalierbarkeit der Plattform bei Anbindung von 5 selbstständigen Einheiten – 1 Punkt, von 7 selbstständigen Einheiten – 3 Punkte und von 10 oder mehr selbstständigen Einheiten – 5 Punkte; 4. Anbindung an die Systemarchitektur der gematik, insbesondere im Zusammenhang mit KIM, ePA oder E-Rezept – 3 Punkte; 5. Anbindung, Integration und Umsetzung digitaler Krankenhaus- oder Gesundheitsinfrastruktur nach KHZG oder vergleichbaren Anforderungen – 3 Punkte. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl beträgt 100 Punkte.